Aus der Traum!

 


In diesem Kapitel werden die Resultate von Dr. Auch der Goldpreis kann auf den Wert einer Aktie Einfluss nehmen, selbst wenn das Unternehmen kein Gold verarbeitet oder damit handelt.

Inhaltsverzeichnis


Aktien oder Anteile an Investmentfonds emittiert und gehandelt werden. Unterschieden wird in Anleihen-, Renten- und Aktienmarkt. Der bereits genannte Renten- und Aktienmarkt wird aufgeteilt in Primär- sowie Sekundärmarkt.

Diese beiden Formen des Aktienmarkts werden in Kapitel 2. Eine andere Umschreibung des Pimär- bzw. Sekundärmarkts ist der organisierte Kapitalmarkt. Alle Wertpapiermärkte werden unter diesem Begriff definiert. Der Gegensatz zum organisierten Kapitalmarkt ist der nicht organisierte Kapitalmarkt. Dieser befasst sich hauptsächlich mit dem direkten bzw. Der Kontrast zum Kapitalmarkt ist der sogenannte Geldmarkt. Dieser behandelt Märkte für kurz- und mittelfristige Finanzierungen [36].

Der Kapitalmarkt als solches, welcher die Aufgabe hat die mittel- sowie langfristigen Kapitalanlagen bzw. Diese beiden Bereiche des Kapitalmarktes handeln hauptsächlich Wertpapiere. Ein weiterer Bestandteil des Kapitalmarktes sind die Märkte für Hypothekendarlehen.

All diese Anlageformen sind für die langfristigen Finanzierungen ausgelegt [37]. Der organisierte Kapitalmarkt behandelt zumeist alle längerfristigen Transaktionen unter Einschaltung von Kreditinstituten und Kapitalsammelstellen. Die ausgeprägteste Form des organisierten Kapitalmarktes ist die Börse. Der organisierte Kapitalmarkt steht unter ständiger Beobachtung des Staates. Das Gegenstück des organisierten Kapitalmarktes ist der nicht organisierte Kapitalmarkt.

Zu diesem Teil des Kapitalmarktes gehören insbesondere Kreditbeziehungen zwischen Unternehmen, zum Beispiel in Form eines langfristigen Lieferantenkredits. Ebenfalls Kreditbeziehungen zwischen privaten Haushalten sowie zwischen Unternehmen und Haushalten sind Bestandteil des nicht organisierten Kapitalmarktes [38]. Ein sehr guter Träger dafür, um Kapital in Umlauf zu bringen, sind Wertpapiere. Diese erstmalige Kapitalvermittlung geschieht auf dem Primärmarkt, welcher in Abbildung 2.

Der Kapitalnachfrager, in diesem Falle das Unternehmen, welches seine Wertpapiere emittiert, erhält für eine bestimmte Anzahl von Aktien den entsprechenden Gegenwert.

Dieser Prozess ist an dem Geld- bzw. Wertpapierstrom in der Grafik deutlich zu erkennen. Die Kapitalinvestoren, welche während der Erstemission der Wertpapiere auf dem Primärmarkt beispielsweise Aktien eines Unternehmens erworben haben, können diese erworbenen Wertpapiere auf dem so genannten Sekundärmarkt in Umlauf bringen.

Die Wertpapiere werden lediglich anderen Kapitalanbietern verkauft. Zusammenfassend ist der Sekundärmarkt eine Plattform für den Handel mit bereits in Umlauf befindlichen Wertpapieren.

Dieser Handel mit Wertpapieren, welche sich bereits im Umlauf befinden, wird auch als Börse bezeichnet und obliegt bestimmten gesetzlichen Regelungen und Kontrollen. Emission und Handel von Wertpapieren. Die Börse ist ein elementarer Teil des Finanzmarktes.

Die Grundlage zur Prognostizierung von Finanzdaten wie z. Aktien- oder Fondsverläufe sind die Historiendaten, welche in Betracht gezogen werden müssen. Da progressive Computersysteme des Jahrhunderts dieses enorme Datenaufkommen aufgrund verschiedener Klassifikationsalgorithmen deutlich schneller analysieren können als der Mensch, werden immer mehr analytische Aufgaben an Maschinen delegiert. Die Bedingung für Durchführung dieser analytischen Aufgaben sind das Festlegen von definierten Rahmenbedingungen.

Als Prämisse für die Prognoseerstellung durch progressive Computersysteme des Jahrhunderts, muss ein relevanter Datenbestand vorliegen. Beim erstellen besagter Datenprämisse muss akkurat ausgewählt werden welche Daten zu berücksichtigen sind, da jeder nicht zielführende Datensatz die Datenprämisse verfälscht [44]. N Die Aufnahme eines Stimmmusters ist beispielsweise durch Hintergrundgeräusche verfälscht.

Hierdurch ist die Datenprämisse inkorrekt. Es ist unumgänglich das die kompromittierenden Geräusche aus dem Stimmmuster isoliert und entfernt werden, bevor dieser Datensatz Teil der Datenprämisse wird. Derlei korrigierendes Eingreifen im vorne herein nennt sich Preprocessing.

Ohne Preprocessing kann nicht gewährleistet werden, dass die Datenprämisse relevant und aussagekräftig für die angestrebten Zwecke ist. Am Beispiel eines Aktienkurses wird deutlich, dass der Kursverlauf unabhängig von der Art des Verlaufes Positiv oder Negativ unter anderem von politischen Entscheidungen abhängig ist.

Unberücksichtigte exogene Einflüsse beeinträchtigen somit die Prognosequalität enorm. Aus dieser Erkenntnis kann gefolgert werden, dass bekannte und absehbare exogene Faktoren zwingend in die Datenprämisse aufgenommen werden müssen [46].

Beim Studieren der Datenprämisse ergeben sich Merkmale mit differenzierter Aussagekraft über das Betrachtungsobjekt. Ein Betrachtungsobjekt wird als ein einzelnes Objekt der Datenprämisse definiert. Wird das Beispiel eines Aktienverlaufs zu Grunde gelegt, ist es denkbar, dass die Merkmale explizit das Betrachtungsobjekt skizzieren.

Derlei Merkmale nennt man direkte Merkmale. Weiterhin ist denkbar, dass Merkmale, welche das Betrachtungsobjekt nur dann direkt skizzieren, wenn diese in Verbindung mit anderen Merkmalen studiert werden, existieren. Diese Merkmale nennen sich indirekte Merkmale. Es gilt aus dem kooperativen Studium der indirekten Merkmale, neue direkte Merkmale zu etablieren. Das Fusionieren von Merkmalen wird somit ein wesentlicher konstitutiver Bestandteil beim Studium von Merkmalen, um eine direkte Skizzierung des Betrachtungsobjektes zu erreichen.

Merkmale mit gültiger Aussagekraft werden hierbei nicht verworfen, sollten diese mit einem nicht gültigem Merkmal fusioniert werden. Diese Sachlage berücksichtigend, ist es erforderlich, die studierten Merkmale zu Standardisieren, um das Betrachtungsobjekt generisch zu definieren.

Beim Generalisieren von Merkmalen muss sich darauf besonnen werden, dass durch die Generalisierung, mandatorisch spezifische Daten verloren gehen.

Notwendigerweise muss entschieden werden, welcher Spezifikationsgrad und welche Generalisierungsstufe benötigt werden. Die erstellten Klassifikationen müssen kritisch bewertet werden, ob diese das Betrachtungsobjekt genügend beschreiben. Hierzu können die vorhandenen Daten in drei verschiedene Teile unterteilt werden. Es wird ein Teil benötigt anhand dessen die Klassifizierungen angepasst werden.

Ein weiterer Teil dient zur Überprüfung der Klassifikationen, damit aufgrund dieser Klassifikationen, Parameter für die Erstellung von Prognosen erstellt werden können. Um die definierten Parameter auf Gültigkeit zu verifizieren, wird der dritte Teil der Daten verwendet. Damit eine möglichst präzise Verifizierung der Parameter erzielt wird, muss mandatorisch die Anzahl der Verifizierungsdurchläufe maximiert werden. Eine maximierte Anzahl Verifizierungsdurchläufe garantiert eine höhere Präzision.

Auf diese Weise ist es realisierbar zu verifizieren, ob die definierten Parameter nur für einen Teil oder für die Gesamtheit der Datenprämisse Gültigkeit besitzen. Anzahl der Durchgänge n eines Zufallsexperiments. Mithilfe der Fundamentalanalyse wird der Wert eines Unternehmens unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren bewertet. Der Ansatz der Fundamentalanalyse folgt der Annahme, dass das betrachtete Unternehmen einen wirtschaftlichen Wert besitzt, dem sich der zugehörige Aktienkurs langfristig anpasst.

Der Wert des betrachteten Unternehmens wird als innerer Aktienwert definiert. Mit dem inneren Aktienwert wird die Aktienrentabilität bewertet, was Rückschlüsse auf die Branchenrentabilität ermöglicht. Eine geläufige Methode ist die Present Value Theory. Die Present Value Theory besagt, dass der innere Wert der Aktie durch die Summe der Dividenden und weiteren Geldwerten Vorteile auf eine einzelne Aktie entfallen und auf den aktuellen Tag abgezinst werden. Das Gegenwartswert- oder Barwertkonzept ermöglicht die Errechnung des inneren Wertes [52].

Durch dieses Mittel wird eine möglichst zeitnahe Einsicht der Kursgewinnchancen von Firmenaktien gewonnen. Es ist mandatorisch zu berücksichtigen, dass die Kursgewinnchancen sich in Abhängigkeit zu dem inneren Wert der Aktie befinden [54]. Erwähnenswert ist, dass Konklusionen den globalen Markt betreffend, anhand der Skizzierung eines einzelnen Unternehmens erarbeitet wurden, nur von ungenügender Qualität sind.

Es sollte ebenso vermieden werden, anhand des globalen Marktes Schlussfolgerungen für ein spezifisches Unternehmen zu ziehen. Um Konklusionen annehmbarer Qualität zu ziehen, ist es mandatorisch Unternehmens spezifische, Branchenspezifische sowie globale Aspekte zentralisiert zu beurteilen [56]. Erhardt , S. Verhältnis Global, Branche und Unternehmen. Die Top-Down-Analyse verfolgt den Ansatz globale Daten auf die Branche zu spezifizieren, die hierdurch etablierten Konklusionen werden wiederum auf die Unternehmen spezifiziert.

Bei der Bottom-Up-Analyse wird vice versa versucht, die unternehmensspezifischen Konklusionen auf die Branche zu generalisieren, welche wiederum auf den globalen Markt generalisiert werden [57]. Die drei definierten Trends. Die Technische Analyse — teilweise auch als Chartanalyse bekannt —versucht durch Beobachtung von Marktbewegungen Kurstrends vorherzusagen.

Es wird davon ausgegangen, dass alle nötigen Marktinformationen bereits in den Kursverläufen enthalten sind und eine Analyse der betriebswirtschaftlichen Daten des Unternehmens nicht notwendig ist. Die Technische Analyse lässt sich in drei Ansätze unterteilen [59].

Alles was die Kurse beeinflussen kann wird durch den Marktpreis wiedergespiegelt. Durch diese Annahme ist es beim Machine Learning möglich ein Verhaltensmuster aus dem Kursverlauf und dem Marktpreis zu erstellen, um daraus eine Vorhersage zu den weiteren Kursverläufen ableiten zu können. Trends verdeutlichen Aktienverläufe und ermöglichen somit Wahrscheinlichkeitsprognosen über den weiterführenden Verlauf [60].

Als Prämisse für die Einteilung in Trends muss definiert werden welche Anzahl von Trendarten zu spezifizieren sind. Ferner ist Bestandteil der Prämisse, welche Distinktionen es zwischen den spezifizierten Trends existieren und wie besagte Trends sich unterscheiden.

Um Trends zu definieren, werden die Verlaufsrichtungen der kurzzeitigen Kursspitzen weiterhin genannt Gipfel und der kurzzeitigen Kurstiefen weiterhin Täler genannt studiert.

Hierdurch werden die Trends wie folgt definiert. Eine Seitwärtsbewegung von Gipfeln und Tälern definieren einen Seitwärtstrend, eine sukzessive Steigerung von Gipfeln und Tälern definieren einen Aufwärtstrend vice versa definiert einer sukzessiver Abfall der Gipfel und Täler einen Abwärtstrend [61]. Primär- Sekundär- und Tertiärtrend.

Jeder Trend wird als langfristig, kurzfristig oder mittelfristig kategorisiert [63]. Es gilt zu berücksichtigen das jede Trendart innerhalb eines Aktienverlaufes unendlich häufig existiert. Um die Menge der zu betrachtenden Trends zu minimieren ist mandatorisch zu definieren welcher Zeitraum als langfristig, kurzfristig oder mittelfristig gültig ist.

Mittelfristige Trends sind als gleichbleibende Trendverläufe von drei Wochen bis mehreren Monaten definiert. Alle Trendverläufe, die kürzer als drei Wochen andauern, werden als kurzfristiger Trend definiert [64]. Zusammenfassend wurde definiert, dass Trends aus Gipfeln und Tälern bestehen.

An dem Zeitpunkt an dem ein Tal niedrig genug ist, wechselt das Verkaufsverhalten in ein Kaufverhalten. Hierdurch wird der vorherrschende Abwärtstrend zu einem Aufwärtstrend. Dieser exakte Zeitpunkt wird als Unterstützung definiert. Vice versa wird der exakte Zeitpunkt eines Wechsels von Aufwärtstrend zu Abwärtstrend als Widerstand definiert [65].

Darstellung von Unterstützung und Widerstand. Eine Widerstandslinie ist nicht ausserstande einen steigenden Trend zu unterbrechen, infolge dessen ist die Widerstandlinie als kurzzeitige Unterbrechung definiert. Ein fortgesetzter Aufwärtstrend kann dadurch bestimmt werden, dass die sukzessive aufeinander folgenden Unterstützungen einen höheren Kurspunkt beschreiben, als die jeweilige vorhergehende Unterstützung. Ein fortgesetzter Abwärtstrend ist bestimmbar, sobald die sukzessive aufeinander folgenden Widerstände tiefere Kurspunkte beschreiben, als der jeweilige vorangegangene Widerstand.

Es ist unumgänglich zu definieren wie Kurswechsel bestimmt wird. Ein Kursabfall kann bestimmt werden, sobald in einem Aufwärtstrend ein Kursabfall die vorhergegangene Unterstützungslinie unterschreitet. Die Bestimmung eines Kursanstiegs oder Kursabfalls, ermöglicht eine Trendumkehrung oder den Übergang in einen Seitwärtstrend [67].

Wird nach einem Trendwechsel von einem Abwärtstrend die höchste bisherige Widerstandslinie deutlich überschritten wird diese beim Trendwechsel als neue Unterstützungslinie gewertet. Dieses vorgehen nennt sich Rollentausch von Unterstützung und Widerstand [68].

Darstellung eines Rollentausches zwischen Widerstand und Unterstützung. Markteinflüsse, die sich der Annahme nach wiederholen müssten, können dabei für eine Vorhersage verwendet werden. Grundlage für die zu lernenden Daten sind einerseits die Quellen, welche zur Prognosenerstellung benötigt werden und zum anderen die Methodik, um diese auswerten zu können. Um Aktienprognosen mittels Machine Learning erstellen zu können, müssen zu Beginn die Quellen hinsichtlich der benötigten Daten definiert werden.

Für eine Prognose sollten die Daten aus Quellen stammen von der sich auch andere Aktieninhaber Informationen beschaffen würden, um somit ein Verhalten zwischen Angebot und Nachfrage besser bestimmen zu können. Quellen die Informationen über zukünftige Dividenden, Zinssätze und zukünftige Kurse liefern sind hierfür geeignet.

Die Informationen können automatisiert aus Onlineportalen bzw. Nachrichtenmagazinen entnommen oder manuell eingegeben werden. Bei einer manuellen Eingabe ist eine weitere Kontrolle durch den Anwender möglich was auf der einen Seite zwar den Aufwand erhöht, aber auf der anderen Seite sicherstellt das nur geprüfte Daten für eine Prognose verwendet werden.

Als Grundlage für die maschinelle Auswertung der Daten, wird in dieser Arbeit auf das neuronale Netz weiter eingegangen. Ein neuronales Netz besteht aus künstlichen Neuronen und stellt einen Teil der künstlichen Intelligenz dar. Bei der Mustererkennung, Kategorisierung oder auch Prognose werden neuronale Netze erfolgreich eingesetzt [72].

Im Gegensatz zu einem Computerprogramm müssen neuronale Netze nicht programmiert oder auf eine bestimmte Situation angepasst werden. Mit vorhandenen Daten kann so ein Netz angelernt werden und auf Grundlage dessen, in einer neuen bzw. Intern arbeitet ein Netz mit unterschiedlichen Neuronen die miteinander in verschiedenen Schichten verknüpft sind. In einigen Anwendungsfällen, wird auf die Verwendung eines Hiddenlayer verzichtet. Dann werden die Informationen direkt von dem Input- an den Outputlayer weitergegeben.

Die Neuronen haben so gesehen als Aufgabe Informationen aus der Umwelt oder von anderen Neuronen aufzunehmen und diese in abgewandelter Form weiterzugeben. Durch den Lernstand können die Neuronen individuell Verknüpfungen zu anderen Neuronen aufbauen, Gewichtungen ändern oder Verknüpfungen trennen [75].

Wie bereits erläutert, sind die einzelnen Neuronen mit einer Gewichtung verknüpft. Eine positive Gewichtung gibt an, dass ein Neuron einen erregenden Einfluss auf den nächsten Layer ausübt. Bei einem Wert von Null wird keine Wirkung auf die nächste Schicht ausgeübt.

Neben der Gewichtung wird das Ergebnis zum nächsten Neuron auch durch dessen Output-Leistung oder auch Output-Betrag genannt, beeinflusst. Erst die Multiplikation zwischen Output-Betrag und Gewichtung ergibt das Ergebnis welches als Input an das nächste Neuron weitergeben wird.

Input für das nächste Neuron kann auch als Formel angegeben werden: Input der Unit i: Der Inhalt des Outputlayers wird durch die Anordnung bzw. Gewichtung der einzelnen Neuronen bestimmt. Eine kleine Veränderung der Gewichtung kann somit schon das Ergebnis der vorhin im Beispiel genannten Kreditzusage beeinflussen.

Im Folgenden wird ein exemplarisches Beispiel gezeigt, wie die einzelnen Verbindungen der Neuronen bewertet werden können. Aufbau eines neuronalen Netzes mit Gewichtungsbeispiel. Aufbau eines neuronalen Netzes mit Bias-Neuronen. Durch die Aktivierungsfunktion der Neuronen, kann das Ergebnis auch weiter beeinflusst werden. Eine weitere Möglichkeit die Ausgabe zu beeinflussen stellt das Bias-Neuron bzw. Die Gewichtung fällt entweder positiv oder negativ auf die anderen Neuronen aus.

Bei einer positiven Gewichtung sorgt das Bias-Neuron dafür, dass die empfangene Einheit auch aktiv bleibt, wenn kein starker positiver Input der anderen Neuronen vorliegt.

Bei einer negativen Gewichtung besteht die Gefahr das die verbundenen Units in einem negativen bzw. Weiterhin ist einen Negativen Gewichtung von Vorteil, wenn ein Schwellenwert simuliert werden soll. Ein bestimmtes Ergebnis wird nur durch übersteuern des Bias-Neurons zugelassen. Die anderen Input-Neuronen müssen somit ungefähr ein einheitliches Ergebnis wiederspiegeln, um das Bias-Neuron übersteuern zu können. Der Bias-Wert ist somit eine Stellschraube, um das Ergebnis anpassen zu können [80].

Bevor Daten für die Erstellung lernfähiger Merkmale verwendet werden können, müssen diese zunächst Aufbereitet werden. Ein sauberer Datenbestand ist die Grundlage des Machine Learning. Der Computer wird auch mit dem besten Klassifikationsverfahren bei unzureichend gefilterten bzw. Swingler erkannte, dass die Daten zuerst gesäubert werden müssen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erziehen [82].

Die Säuberung der Daten ist zwar mit einem relativ hohen Aufwand verbunden, hat aber einen entscheidenen Einfluss auf die Güte der Ergebnisse [83]. Eine gute Datenqualität bzw. Schulmeister schrieb, dass die auf Tagesdaten basierenden technischen Handelssysteme seit den er Jahren eine andauernde abnehmbare Profitabilität erwiesen, die ab den frühen er Jahren unprofitable wurde. Diese Untersuchung wies keine Abnahme der Profitabilität auf.

Er wählte ein Intervall von 15 Minuten aus, da nach seiner Ansicht hierdurch sowohl eine umfangreiche Datenbasis als auch eine hohe Aktualität der Kurse berücksichtigt sind.

Die Untersuchung dauerte Handelstage und er hatte nachher eine Datenbasis von Neben dem Handelsvolumen lagen ihm die jeweiligen Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse vor. Die gewonnenen Rohdaten wurden in drei Stufen für eine Merkmalserstellung vorbereitet. Fehlende Datenpunkte wären durch Interpolationsmöglichkeiten behandelt worden [87]. In der Dritten und letzten Stufe wurde die Vollständigkeit der Daten sichergestellt.

Wie auch bei den fehlerhaften Datenpunkten wären hier fehlende Periodeneinheiten durch Interpolation behandelt worden [88]. Vergleich zwischen Linienchart und Candlestickanalyse. Um Kursverläufe und Kursänderungen schnell auf einem Blick erkennen zu können, werden diese meistens grafisch dargestellt. Während Menschen diese Art von Darstellung leicht auswerten können, ist dies für Computer nicht sehr ideal. Für einen Rechner müssen die Daten numerisch bzw.

Neben den Kursangaben, gehören auch Durchschnittswerte und Merkmale die eine relative Lage beschreiben zu den benötigten Daten. Mit einem Candlestickmuster können Kursverläufe für den Computer mathematisch beschrieben werden. Der Höchstkurs oben und der Tiefstkurs unten. Der Schlusskurs wird direkt unter dem Höchstkurs und der Eröffnungskurs über dem Tiefstkurs angegeben. Fallende Kurse werden mit einem schwarzen Kerzenkörper beschrieben. Die folgende Abbildung stellt den Aufbau eines Candlesticks grafisch dar [91].

Im oberen Bereich der Abbildung wird ein Linienchart einer Aktie dargestellt. Der untere Bereich zeigt dieses Linienchart in Candlestick-Notation. Die technischen Indikatoren sollen helfen einen Trend möglichst früh erkennen zu können.

Die verschiedenen technischen Indikatoren sollen als Ergebnis einen mathematischen Wert liefern, der aus den Kurs — und Handelsdaten ermittelt wurde. Für eine Vorhersage können verschiedene Oszillatoren verwendet werden.

Ein Oszillator hilft dem Trader kurzfristige Extremsituationen zu erkennen und zu bewerten. Weiterhin können mit einem Oszillator Divergenzen angezeigt werden, das sich ein Trend seiner Vollendung nähert. Der Zeitpunkt in dem der Oszillator als Hilfsmittel verwendet wird, ist hier von entscheidender Bedeutung.

Eine Oszillator-Analyse ist bei beginn bedeutender Kursbewegung nicht sehr hilfreich. Erst gegen Ende wird diese hilfreich [92]. Das Momentum zeigt die Geschwindigkeit von Kursbewegungen Grafisch an. Es werden fortlaufend Kursdifferenzen von einem Aktienkurs für ein festes Zeitintervall berechnet. Um die Differenz zu ermitteln wird der Schlusskurs von dem letzen Intervall vom aktuellen subtrahiert.

Für die folgenden Beispiele wird ein Zeitintervall von 10 Tagen angenommen. Die Formel lautet hierzu:. Der Wert wird also oberhalb der Nulllinie eingetragen. Ist der Wert kleiner als der vor 10 Tagen, dass sind die Kurse gefallen.

Der Wert wird in diesem Fall unterhalb der Nulllinie eingetragen. Ist der Wert über der Nulllinie und steigt, dann ist eine Beschleunigung des Aufwärtstrends zu verzeichnen. Ist der Wert zwar über der Nulllinie aber auch ein Trend Richtung dieser zu verzeichnen, dann ist der Aufwärtstrend noch intakt, allerdings nur noch mit abnehmbarer Steigung.

Der Verlangsamung des Abwärtstrends wird deutlich, sobald die Linie wieder anfängt zu steigen. In der folgenden Abbildung wird ein Momentum mit einem Intervall von 10 Tagen gezeigt. Ein Vorteil von RSI ist es, dass dieser für eine Glättung von Verzerrungen und eine n konstanten Bandbreitenwert zwischen 0 und liefert.

Weiterhin können mit dem Relativen stärke Index zwei Wertpapiere oder Branchen miteinander verglichen Werten. Es wird mit den Wertpapieren oder Branchen so gesehenen ein objektiver Benchmark durchgeführt. Die Formel hierzu lautet:. Ein Wert über 70 wird als überkauft angesehen, ein Wert unter 30 wird einer überverkauften Marktsituation angesehen. Der Aroon Oscillator wurde im Jahr definiert und wird dazu verwendet, um auf erste Anzeichen einer Trendwende reagieren zu können.

Aufgrund dieser Annahme wird die Anzahl der Perioden zwischen beiden letzten Hoch- und Tiefpunkten festgehalten, um anhand dessen, eine Vorhersage einer möglichen Trendwende erstellen zu können. Mit der folgenden Formel kann der Aroon Oscillator bestimmt werden:. Die Entwicklung von Währungspaaren gehört beispielsweise zu diesen Metadaten. Neben Währungsdifferenzen haben auch Rohstoffpreise wie z. Ölpreise Einfluss auf die Preis- und Umsatzentwicklung auf Unternehmen.

Vor allem produzierende Unternehmen sind hiervon betroffen. Die Rohstoffpreise nehmen Einfluss auf die Produktionskosten und diese müssen entweder durch einen geringeren Gewinn oder eine Preisanpassung dem Kunden gegenüber angepasst werden. Auch der Goldpreis kann auf den Wert einer Aktie Einfluss nehmen, selbst wenn das Unternehmen kein Gold verarbeitet oder damit handelt. Anhand des Goldpreises können Inflationserwartungen oder das Vertauen der Anleger abgeleitet werden.

Durch die Skalierung können die ermittelten Werte in ein einheitliches Intervall überführt werden. Weiterhin können mit der Univariate Skalierung einzelne Ausprägungen mit der Gesamteinheit verglichen werden. Um das Ergebnis zu erhalten, müssen diese in Relation gesetzt werden. Dabei ist Ausprägung bzw.

Die primäre Aufgabe der Merkmalsselektion ist es ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Bestand inkrementeller Merkmale und einer Steigerung der Effizienz beim Verarbeiten der Trainingsdaten durch das Entfernen redundanter Merkmale herzustellen.

Aufgrund der hohen Zufallswahrscheinlichkeit sowie der nicht linearen Beschaffenheit der finanzmarktspezifischen Daten gestaltet es sich überaus schwierig eine effiziente Weise der Merkmalsselektion durchzuführen. Die Experten im Bundesfinanzministerium wollen deshalb nun nachjustieren. Eine sperrige Vorlage für ein "Altersvorsorgeverbesserungsgesetz", die derzeit im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat festhängt, sieht etwa die Einführung von standardisierten Informationsblättern vor.

Dass sich dadurch viel ändern wird, glaubt aber auch Riester nicht. Der Rentenerfinder selbst bestreitet das vehement - zumindest mit Blick auf die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen. Tatsächlich stehen auch deren Anbieter unter Druck: Sie haben mit den niedrigen Zinsen besonders zu kämpfen.

Denn sie investieren ihre Kundengelder vor allem in sichere Schuldverschreibungen von Staaten und Unternehmen, die kaum noch etwas abwerfen. Gleichzeitig müssen sie üppige Garantiezahlungen stemmen, die sie ihren Kunden in besseren Zeiten versprachen. In den kurzfristig kalkulierenden Gewinn- und Verlustrechnungen spiegelt sich das allerdings noch nicht wider. Die Verzinsung der Kundenverträge schraubt die Branche trotzdem seit Jahren herunter.

Es erwischt selbst Leute wie den selbständigen Unternehmensberater Ingo Kwoka, einen "Zahlenmenschen", wie er sich selbst nennt. Das klang solide, war aber tatsächlich eine hochriskante und komplexe Wette.

Bei ihrem Tod floss das Geld in den Fonds der deutschen Anleger. Es floss allerdings weit weniger als gedacht, denn die ursprünglichen Inhaber der US-Policen lebten länger als prognostiziert. Kwokas Rechnung für den Ruhestand geht deshalb nicht mehr auf. Pia Müller hatte schon vor den katalogdicken Broschüren und dem Finanz-Kauderwelsch in ihren Vertragsunterlagen kapituliert. Denn da ist von Garantiezahlungen und Überschüssen die Rede, die sich noch einmal unterteilen in Kosten-, Risiko- und Schlussüberschüsse.

Risikoüberschüsse werden zum Beispiel erzielt, wenn Rentenversicherte früher sterben als kalkuliert. Teile dieser Extra-Gewinne müssen die Versicherer zwar an die überlebenden Kunden ausschütten, 25 Prozent dürfen sie aber bislang einstreichen. So manche Assekuranz kalkuliert deshalb besonders vorsichtig. Vor allem aber sind es die Gebühren vieler Produkte, die Verbraucherschützer in Rage versetzen. Die sogenannten Abschlusskosten, die auch dem Vermittler zugutekommen, kassieren die Anbieter komplett in den ersten fünf Jahren eines Kontrakts.

Sabine Dubrau, 44, hat seit deshalb vor allem diverse Finanzberater subventioniert, wenn sie monatlich Geld für den Ruhestand zurücklegte. Dubraus Lage ist prekär: Der zweifachen Mutter kommen die Tränen, wenn sie über ihre Situation berichtet. Nach elf Jahren als Hausfrau und einer Scheidung wurden der Zahntechnikerin nämlich gerade einmal ,92 Euro Monatsrente aus der gesetzlichen Kasse in Aussicht gestellt.

Heute sind es Euro - aber auch nur, wenn sie so weiterarbeitet wie in den vergangenen fünf Jahren. Zweimal wurde Dubrau eine neue Police als angeblich besseres Angebot verkauft. Zweimal stieg sie um.

Was Dubrau nicht erkannte, war, dass sie auf diese Weise insgesamt dreimal hohe Provisionen bezahlte und deshalb fast kein Geld auf ihr Sparkonto floss. Nun misstraut sie der Branche zutiefst - so wie viele Bürger. Und kaum jemand trifft dieses generelle Misstrauen derzeit härter als den Versicherer Ergo und seinen Chef: Vor zwei Jahren kam heraus, dass Verkäufertruppen seines hauseigenen Strukturvertriebs eine Sex-Sause in einer Budapester Therme gefeiert hatten. Danach jagte eine peinliche Schlagzeile die nächste.

Mal wurden Tausende Riester-Renten falsch berechnet. Aber ein generelles Problem mit der Geschäftskultur? Das will der ehemalige Unternehmensberater Oletzky, 46, nicht sehen. Der Trip nach Budapest sei natürlich "unsäglich, da gibt es nichts zu diskutieren".

Aber die Geschichte mit den Riester-Verträgen? Basierten auf einem Druckfehler, sagt Oletzky. Ein "ärgerlicher, aber menschlicher Fehler und kein bewusstes Fehlverhalten", findet er. Genau wie bei den Betriebsrenten seien also "Vorwürfe systematischen Fehlverhaltens" nicht gerechtfertigt. Oletzky versucht verzweifelt, das alles auseinanderzuhalten. Aber seine Branche bleibt wegen ihrer Undurchschaubarkeit unter Generalverdacht - und die Politik mit ihrer Regulierung völlig überfordert.

Das beweist nicht zuletzt die jüngste Schlacht um die Frage, wie die angeschlagenen Versicherer ihre Risikopuffer aufbessern können. Buchstäblich in letzter Minute stoppte der Bundesrat vor Weihnachten eine Gesetzesnovelle mit entsprechenden Neuerungen, weil die mal wieder vor allem auf Kosten der Kunden gegangen wären, wie Verbraucherschützer klagten.

Denn Versicherer sollten künftig auch sogenannte Bewertungsreserven einbehalten dürfen, die bislang an Kunden ausgeschüttet werden mussten. Ein Vermittlungsausschuss hat das Ganze inzwischen gekippt. Doch nun sind Neuerungen bei der "freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung" in der Diskussion.

Wieder verstecken sich hinter dem Begriff mehr als 15 Milliar-den Euro - und hinter der Neuregelung der Versuch, das Geld auf Kosten der Kunden still und heimlich als Eigenmittel zu verwenden. Die Branche hält selbstredend dagegen. Und wer recht hat, vermögen selbst Experten und Fachpolitiker kaum zu sagen, weil auch ihnen im Irrsinn der Gesetzesparagrafen und Branchenregeln zuweilen der Durchblick abhandenkommt.

Fast alle Dax-Konzerne haben hauseigene Rentenprogramme, bei Siemens habe die Versorgung der Mitarbeiter sogar eine "Tradition seit ", lässt der Münchner Mischkonzern wissen. Doch auch diese Säule der Altersvorsorge bekommt Risse. Schon die Regierung Schröder wollte dem entgegenwirken.

Arbeitgeber müssen deshalb laut Gesetz, wenn ihre Mitarbeiter das fordern, bis zu Euro im Monat vom Bruttogehalt abzwacken und in eine Altersvorsorge stecken. Auf diesen Betrag fallen dann weder Steuern noch Sozialabgaben an. Richtig gezündet hat das Konzept nicht. Nur etwa jeder fünfte Arbeitnehmer nutzt die sogenannte Entgeltumwandlung. Viele bereuen es später bitter. Zwar klingen die gesetzlichen Vorgaben beruhigend: So haftet etwa der Chef des Unternehmens, wenn die spätere Rente hinter bestimmten Garantien zurückbleibt.

Doch in der Praxis endet so manche Betriebsrente im zähen Rechtsstreit. Schaarschmidt hielt das für eine sichere Sache. Sein Arbeitgeber schoss sogar noch zwei Prozent vom Bruttoeinkommen bei der Vorsorge zu. So bekam Schaarschmidt, als er im Juli in den Ruhestand ging, stattliche,91 Euro monatlich. Mittlerweile liegt Schaarschmidt bei nur noch ,79 Euro im Monat. Der Streit wird womöglich noch Jahre dauern.

Ärger gibt es bei Betriebsrenten auch häufig, wenn Vorsorgeprogramme beim Jobwechsel nicht zueinander passen. Denn wie genau das monatliche Vorsorgegeld anlegt wird, entscheidet der Betrieb allein, nicht der Mitarbeiter. Und die Möglichkeiten sind vielfältig. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen lagern die Organisation dagegen häufig aus - und so landet dieses Geschäft am Ende in erster Linie ebenfalls bei der Versicherungsindustrie.

Deren Angebot ist auch auf diesem Feld so unüberschaubar wie verwirrend. Gerade Chefs von kleineren Firmen sind mit der Auswahl guter Verträge für ihre Mitarbeiter oft überfordert. Manche haben 5, 10 oder auch mal 30 verschiedene Verträge in der Schublade liegen, weil die Mitarbeiter mit Angeboten irgendeines Maklers vorbeikamen und der Geschäftsführer einfach unterschrieb.

Beim Jobwechsel führen sie in der Praxis unter gewissen Umständen gar zum Totalverlust. Zwar sind die entstehenden Ansprüche vom ersten Tag an gesetzlich abgesichert, doch auch bei den Betriebsrenten kassieren die Anbieter in den ersten fünf Jahren sämtliche Abschlusskosten. Wer vorher das Unternehmen verlässt oder sich selbständig macht, hat bisweilen einfach Pech.

Diesen Beitrag wiederum könnte der Staat pauschal mit Euro pro Jahr fördern. Die Zurückhaltung hat einen Grund. Erste Hochrechnungen von Experten sind ernüchternd. Lohnen dürfte sich das Ganze allenfalls für die Versicherungsindustrie, kritisiert Verbrauchervertreter Kleinlein. Dass es auch besser - und billiger - geht, zeigt ein Blick ins Ausland.

Nach 40 Jahren werde die Verwaltung des schwedischen Pensionsfonds in ihren Modellen gerade einmal sechs Prozent des Rentenkapitals kosten - statt bis zu 41 Prozent, wie es bei deutschen Fonds teilweise der Fall ist. Selbst die privaten Alternativangebote seien in Schweden günstig, sagt Haupt, weil die Rentenbehörde entsprechende Verträge verhandelt und auf Kostenrabatten von bis zu 90 Prozent besteht.

Versicherungskritiker in Deutschland würden sich deshalb am schwedischen Modell gern ein Beispiel nehmen. Ein Bündnis aus Verbraucherschützern und Experten entwickelt seit geraumer Zeit ein Konzept für ein deutsches "Altersvorsorgekonto". Auch in der Politik findet die Idee zunehmend Rückhalt. Das grüne Verbraucherministerium in Baden-Württemberg macht sich für das Modell stark, und selbst die Liberalen in Berlin können ihm etwas abgewinnen.

Die Kontoführung könnte beispielsweise der Zentralen Zulagestelle übertragen werden, die unter dem Dach der Deutschen Rentenversicherung die Riester-Bezuschussung abwickelt. Das Modell Schweden folgt allerdings einer Anlagephilosophie, die in Deutschland schwer vermittelbar ist.

Der ehemalige Notenbanker hat in dieser Zeit schon zwei kapitale Marktkrisen hinter sich gebracht und dennoch für seine Mitbürger eine Durchschnittsrendite von fast fünf Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Dabei orientiert er sich streng an einem weltweiten Börsenindex. Sie wetten sogar mit Leerverkäufen von Aktien auf fallende Kurse. Leerverkäufe sind Deals mit Papieren, die der Anbieter noch gar nicht besitzt, sondern nur ausgeliehen hat - in der Hoffnung, sie nach Geschäftsabschluss zu niedrigeren Preisen nachkaufen zu können.

Natürlich mache man derart umstrittene Geschäfte nur in einem sehr überschaubaren Rahmen, sagt Gröttheim. Die Anleger könnten zudem statt des Standardprodukts alternativ auch drei andere Strategien wählen: Viele entschieden sich für "offensiv", sagt Gröttheim.

Historische Studien belegen tatsächlich, dass Anleger mit vernünftigen indexbasierten Aktien-Investments im Schnitt sehr viel mehr Rendite machen als etwa mit Staatsanleihen.

Wenn sie mehrere Jahrzehnte dabeibleiben. Allerdings kann das in schlechten Zeiten Nerven kosten. So diskutieren die Verfechter eines deutschen Altersvorsorgekontos noch, ob ein staatlicher Fonds in Deutschland solche riskanteren Investitionsstrategien wenigstens zur Wahl stellen solle - oder ob er ganz auf Sicherheit setzen muss, auf Kosten guter Rendite.

Denn auf mehr Rendite und mehr Risiko setzt jetzt auch die Finanzindustrie. Lebensversicherer etwa verabschieden sich, einer nach dem anderen, von den branchenüblichen Garantiezinsen von zuletzt 1,75 Prozent im Jahr - und versprechen dafür natürlich höhere "Chancen".

Wie das genau funktionieren soll, ist für den Laien ziemlich unverständlich. Viele Verbraucher haben ohnehin schon resigniert.

Fast 40 Prozent fürchten die Altersarmut - aber im Schnitt legt jeder trotzdem nur noch Euro im Monat zurück. Das brachte eine Postbank-Studie kürzlich ans Licht. Es war der niedrigste Wert, seit die Erhebung begonnen hat. Stattdessen müsse angesichts der unsicheren Zeiten so viel gespart werden, wie es nur geht. Wer reich ist, kann sich einen Vermögensverwalter leisten, der das Geld professionell managt und auf der ganzen Welt verstreut anlegt.

Viele Normalbürger können das nicht und setzen in unsicheren Zeiten wie heute deshalb auf Immobilien. Das allerdings empfiehlt sich immer weniger. Vor allem in den Ballungszentren sind die Preise schon stark gestiegen. Experten warnen vor dem Entstehen einer Preisblase.

Eine eigene Immobilie lohne "sich eigentlich nur noch, wenn man selbst darin wohnen will", meint auch Michael Huber, Chef des VZ Vermögenszentrums in Frankfurt, das unabhängige, aber kostenpflichtige Beratung anbietet. Gold hat in den vergangenen Jahren ebenfalls von der Krisenangst der Anleger profitiert. Wer rechtzeitig einstieg, konnte hohe Gewinne machen. Sobald die Angst schwindet, fällt der Kurs - so rauschten die Goldpreise etwa Mitte April binnen zweier Handelstage um zehn Prozent abwärts.

Von geschlossenen Fonds zur Finanzierung von Immobilien, Schiffen oder Flugzeugen raten die meisten Experten grundsätzlich ab.

Wer bei Verbraucherzentralen oder Vermögensverwaltern fragt, was er denn mit seinem Ersparten noch tun kann, wird deshalb immer öfter auf den Aktienmarkt verwiesen. Denn die internationalen Aktienmärkte streben gerade historische Höchststände an. Weil die Zinsen so niedrig sind, drängt viel zusätzliches Geld an die Börse und lässt die Kurse steigen.