Die Zukunft der Arbeit: Mensch gegen Maschine

 

Selbst wenn vor allem in der Fertigung die Maschinen schon komplett übernommen haben – Stichwort Industrie – werden Menschen auch in Zukunft in Fabriken arbeiten. Allerdings werden sich.

Tatsächlich der BA gemeldete Stellen werden mit dem Faktor 7 multipliziert.

2. Urbaner Bauer

Befeuert von Stichworten wie dem Internet der Dinge, Big Data oder der Cloud, stellen sich viele Fragen, auf die wir Antworten finden müssen: Welche Art von Arbeit wird kurz-, mittel- und langfristig von Robotern und Maschinen übernommen? Welche Branchen sind schneller, welche später, welche gegebenenfalls gar nicht von dem Wandel betroffen? Welche Qualifikationen benötigen Menschen, .

Kennen Sie die Geschichte vom Frosch im Kochtopf? Setzt man ihn in einen Topf mit kühlem Wasser und bringt dieses langsam zum Kochen, so merkt der Frosch die Veränderung nicht rechtzeitig — und stirbt.

Ganz ähnlich tickt der Mensch und weigert sich lange, Veränderungen ernst zu nehmen und darauf zu reagieren. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob es Ihren Beruf in zehn Jahren noch geben wird?

Durch Digitalisierung und Automatisierung werden in den nächsten Jahren viele Berufe verschwinden oder sich grundlegend verändern. Welche Berufe sind das? Was wird sich verändern? Und wie kann man sich auf die berufliche Zukunft vorbereiten? Diesen Fragen gehen wir in unserem Artikel nach. Wie wir bereits jetzt schon sehen können, gibt es immer weniger verkaufende, lehrende oder beratende Berufe: Wir kaufen unsere Bücher und unsere Musik nicht mehr in Buchhandlungen oder Plattenläden, sondern bei Online-Anbietern.

Auch Wissen und Beratung holen wir uns immer mehr Internet. Besonders Berufe, die davon leben, mehr Informationen als der Kunde zu haben, ihm diese aufzubereiten und weiterzugeben, werden langfristig aussterben. Wollte man noch vor wenigen Jahren eine Wohnung mieten, so brauchte man einen Immobilienmakler; wollte man einen Flug buchen, so ging man ins Reisebüro. Diese Dienstleistungen werden immer weniger in Anspruch genommen. Die Menschen älterer Generationen, die tatsächlich noch ins Reisebüro gehen und dort Kataloge anschauen, werden langsam weniger.

Und den jungen Menschen lässt sich der Sinn eines Reisebüros kaum noch vermitteln, da sie — selbst wenn weit gereist — vermutlich noch nie ein Reisebüro betreten haben. Und noch einige Tätigkeiten mehr können schon heute von Maschinen erledigt werden: Es gibt in Japan bereits Roboter, die in Hotels arbeiten, z. In Deutschland wird das ebenfalls angestrebt. Die nachfolgenden Generationen werden sich die Fragen stellen müssen: Was kann ich zu dieser Service- Gesellschaft beitragen?

Welche Art Service wird das sein? Und habe ich überhaupt Lust Service zu leisten? Im Jahr haben Frey und Osborne eine Studie herausgebracht, die viel diskutiert wurde: Jedoch betrachtete man die Situation aus einer weiteren Perspektive: Man warf einen Blick auf die unterschiedlichen Tätigkeiten, die ein Beruf beinhaltet. Viele dieser Tätigkeiten können von Maschinen ausgeführt werden; es gibt in den meisten Berufen allerdings auch Tätigkeiten, die nur sehr schwer automatisierbar sind.

Insofern sei abzusehen, dass die Berufsbilder sich grundlegend verändern werden. Mit Fokus auf die Tätigkeitsstrukturen veränderten sich auch die Automatisierungswahrscheinlichkeiten: Man geht davon aus, dass Automatisierung von Tätigkeiten eines Berufes, den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt sich auf andere, nicht automatisiertbare Tätigkeiten zu fokussieren. Auch werden komplett neue Jobs und Arbeitsfelder entstehen: So wie die Erfindung des Autos den Beruf des Kutschers obsolet gemacht hat, entstanden dadurch unter anderem die Berufe Chauffeur und Kraftfahrer.

Die Jobs der Zukunft werden eher projekthaft sein. Die Menschen werden sich zu Brainpools zusammen schliessen, um in wechselnden Konstellationen Projekte zu bearbeiten. Über elektronische Medien vernetzt wird man — mit Kollegen rund um die Welt- zusammenarbeiten. Innerhalb eines halben oder ganzen Jahres wird das Projekt eines Auftraggebers fertig gestellt. Danach steht man dem Brainpool wieder zur Verfügung — für das nächste Projekt.

Ein kleines Gedankenspiel illustriert, wie tiefgreifend das in unser Arbeitsleben eingreifen wird: Ein Gastwirt muss nicht mehr nachschauen, ob er noch genug Flaschen Champagner im Lager hat. Er muss auch nicht seinen Lieferanten anrufen, um nachzubestellen. Das erledigt alles die Software für ihn. Der Computer des Lieferanten schickt die Ware dann sofort raus - in einem Lastkraftwagen, den nicht ein Kraftfahrer steuert, sondern mit einem Navigationsgerät ans Ziel kommt.

Örtlich ungebunden, aber ständig erreichbar: Jobs im digitalen Zeitalter. Sie haben untersucht, welche Berufsgruppen in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten durch Computer fast oder vollständig ersetzt werden.

Vor allem einfache Tätigkeiten, die wenig kreative oder soziale Intelligenz erfordern, werden wahrscheinlich von Maschinen übernommen. Aber auch Sekretär- und Assistenzjobs sind bedroht. Welche Arbeit kann wie bezahlt werden?

Holzinger spielt damit auf Berufe an, in denen noch mehr Bedarf herrscht, die aber schlecht bezahlt sind — vor allem in der Pflege und in der Kinderbetreuung.

Schon jetzt verschwinden viele herkömmliche Berufe, wie etwa der Schuster. In China drucken Firmen schon komplette Häuser aus. Das alles muss nicht negativ sein, sagt Holzinger: Das ist die Chance der Automatisierung. Es gibt ja schon Roboter, die Menschen füttern können. Da wäre ich vorsichtig.

Wenn es um Menschen geht, sollen auch Menschen die Tätigkeiten vollbringen. Da ist noch nicht entschieden, inwieweit so etwas gesellschaftlich akzeptiert wird.

Wenn immer mehr Arbeitsplätze verschwinden, müssen die Menschen sich darauf einstellen, umzulernen. Selbst wenn vor allem in der Fertigung die Maschinen schon komplett übernommen haben — Stichwort Industrie 4. Allerdings werden sich die Anforderungsprofile ändern.

Gesucht sind vor allem Arbeiter, die Maschinen kontrollieren und warten können - Mechatroniker. Diese Berufe erfordern gut ausgebildete Arbeiter, und genau die könnten in Zukunft fehlen.