Der Goldpreis

 

Ankaufs-Rechner / Goldrechner Aktuelle Ankaufspreise für Gold, Silber und Platin in München von heute. Was kostet heute eine Unze Gold? Was ist mein Gold, Silber oder Platin wert?

In Hoven dürften heftigste Konflikte wüten, die nach einer Entscheidung rufen, nach einer Lösung drängen, sollen sie sich nicht verschärfen.

Faszination Euro: Die 100-Euro-Goldmünzen

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Um das Zahngold verkaufen zu können, lässt man es sich einfach von seinem Zahnarzt aushändigen. Internet-Händler bieten meist bessere Preise: Mit ein wenig Glück kann man dort sogar etwas über 90 Prozent des Goldwertes erhalten.

Um den Wert seines Zahngoldes zu bestimmen, schickt man es kostenlos an einen Gold-Ankäufer, der ihn mittels Röntgen-Fluoreszenz-Methode ermittelt. Die Scheideanstalt löst zuerst die anderen Metalle heraus und ermittelt dann, wie viel das Gold wert ist. Der Wert eines Goldbarrens ist von seinem Gewicht und tagesaktuellen Preis abhängig. Sie werden in Stückelungen von 1, 5, 10, 20, 50, , , , 1.

Um die Echtheit einer Goldkette zu überprüfen, kann man mithilfe einer Lupe nach einem Stempel suchen. Ältere Schmuckstücke haben leider wegen der Material-Abnutzung oft keinen Stempel mehr. Um sie von unechtem Schmuck zu unterscheiden, sollte man sie auf Verfärbungen und abgenutzte Stellen untersuchen: Findet man darunter anderes Metall, so handelt es sich nur um eine Vergoldung. Um herauszufinden, ob eine Kette echt ist, kann man auch den Keramikteller-Test machen: Man nimmt einen unglasierten Keramikteller oder ein entsprechendes Stück unglasierter Keramik aus dem Baumarkt und zieht die Kette unter starkem Druck auf der Oberfläche entlang.

Hinterlässt sie dort einen goldfarbenen Streifen , so ist ein sehr starkes Anzeichen für ihre Echtheit. Andere Schmuckstücke werden mithilfe der Galvanisierung vergoldet. Vergoldeter Schmuck ist kaum etwas wert. Es gibt fünf Metalle, die einen höheren Wert als Gold haben.

Das seltene Edelmetall Platin, das wesentlich härter und robuster als Gold ist, wird hauptsächlich in der Automobilbranche zur Katalysatorenherstellung verwendet. Seit liegt der Platin-Preis meist über dem von Gold. Platin ist für Anleger deshalb so interessant, weil sein Wert seit Dezember schon um 13 Prozent gestiegen ist.

Auch das nicht häufig vorkommende Edelmetall Palladium wird bei der Autoherstellung eingesetzt. Da es preisgünstiger als Platin ist, wird es häufiger nachgefragt. Innerhalb von fünf Jahren konnte das begehrte Metall einen Kursgewinn von etwa Prozent verbuchen. Auch Nickel erfuhr eine hohe Wertsteigerung: Nickel wird in der Stahlindustrie zur Veredelung von Rohstahl verwendet. Der Wert des Industrie-Metalls Zink ist zwar oft Schwankungen unterworfen, konnte jedoch in den vergangenen 5 Jahren eine Steigerung von 41 Prozent verbuchen.

Tafelmessing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink und wird in der Schmuckherstellung mitunter als Ersatz für Gold verwendet. Wer den Verdacht hat, dass seine Münze oder sein Schmuckstück nicht aus Gold, sondern Messing besteht, kann dies mithilfe einer Mischung von Essig und Salz herausfinden. Bestreicht er sie damit und verändern sie sich dann nicht, ist das der Beweis dafür, dass sie echtes Gold enthalten.

Messing wird dadurch weggeätzt oder färbt sich rot. Der Juwelier nutzt zur Echtheitsprüfung den Prüfsäure-Test.

Goldschmuck kann durch Parfum, Seife, Schminke und Creme derart verunreinigt werden, dass man ihn ab und zu reinigen muss. Das kann man mit speziellen Gold-Reinigungstücher tun. Der einzige Nachteil dieser einfachen, schnellen und kostengünstigen Methode besteht darin, dass man schwer zugängliche Stellen damit nicht gründlich genug säubern kann.

Das Nachtrocknen erfolgt mit einem weichen Baumwolltuch. Hartnäckiger Schmutz wird mit einer weichen Zahnbürste entfernt. Für besonders intensiven Glanz auf dem Goldschmuck sorgt das Nachpolieren mit einem weichen Wolltuch. Auf demselben Prinzip basiert die Reinigung mithilfe des Ultraschall-Reinigungsgeräts: Man füllt Wasser und Spülmittel in das Gerät und legt den Schmuck hinein. Dann wird mit einem Baumwolltuch nachpoliert.

Bei den Metallen, die zur Schmuckherstellung verwendet werden, gibt es nur wenige, deren Wert über dem von Gold liegt. Das ebenfalls sehr seltene Platin, das nicht nur in der Katalysatorenherstellung für Fahrzeuge benötigt wird, sondern das auch Verwendung in der Schmuckindustrie findet.

Der Platinpreis lag in der Vergangenheit fast immer über dem Goldpreis Rhodium, das ähnlich wie Platin zum Beispiel in Katalysatoren Verwendung findet und mit zu den seltensten Metallen der Welt gehört.

Allerdings ist bei Rhodium zu beachten, dass dessen Wert nur manchmal über dem von Gold liegt. Nun wird es langsam schon schwer im Bereich der Metalle. So wurde die Karawane, die mit Lebensmitteln nach Taoudeni unterwegs war, ausgeplündert, was zur Folge hatte, dass die Arbeiter in den Salinen ausnahmslos verhungerten. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden die Anführer, die sich am Kampf gegen Frankreich beteiligt hatten, abgesetzt und durch loyale Personen ersetzt.

Die wirtschaftliche Grundlage wurde angetastet, etwa durch die Befreiung der Sklaven, die freilich während der französischen Kolonialzeit nie konsequent durchgeführt wurde. Verwaltungstechnisch wurde Timbuktu zu einer Unterkommandantur, die einem Kolonialoffizier im Rang eines Majors unterstand. Der übergeordnete Kommandant residierte in Gao.

Die Garnison war jedoch wenig effektiv, und so konnten maurische Kriegernomaden aus dem Norden des Landes nicht nur die Umgebung der Stadt unsicher machen, sondern Timbuktu selbst angreifen und eine Abteilung Kamelreiter niedermachen, bevor Verstärkung für die Garnison aus Mopti eintraf. Nach der endgültigen Unterwerfung der Nomaden versank Timbuktu in Bedeutungslosigkeit. Januar mit acht speziell für Wüstenfahrten ausgerüsteten Halbkettenfahrzeugen vom algerischen Touggourt aus in Timbuktu eintraf.

Ein weiterer Besuch dort galt als nicht spektakulär genug. Der Ausbau der hierbei erschlossenen Transsahararoute zu einer automobilfähigen Hauptverkehrsstrecke und Verbindung zwischen den Kolonien Algerien und A. Dies trifft auf die Pläne der bereits um konzipierten Transsaharaeisenbahn Tunis — Tschadsee — Timbuktu — Dakar zu. Die Wiederaufnahme des Projekts wurde zwar zwischen den Weltkriegen immer wieder diskutiert, doch gerieten die Planungen nie in die Nähe einer konkreten Umsetzung, weil die zuständigen Kommissionen erkannten, dass die Kosten für den Bau und die Instandhaltung in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem zu erwartenden Handelsvolumen gestanden hätten.

Meistens handelte es sich um Völkerkundler und Schriftsteller. Für einen französischen Offizier kam es einer Strafversetzung gleich, nach Timbuktu abkommandiert zu werden. Unter den Europäern und Amerikanern, die während der Kolonialzeit Timbuktu besuchten, waren kaum Touristen im eigentlichen Sinne, da die Stadt über keinerlei entsprechende Infrastruktur verfügte.

In den Jahren nach war das Hinterland bis zur algerischen Grenze im Adrar des Ifoghas unsicher, da es hier immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Kunta und den Tuareg wegen der sich anbahnenden Verknappung des Weidelandes und der Wasservorräte kam.

Bereits in den er Jahren war es zu Auseinandersetzungen zwischen den Tuareg und schwarzen Verwaltungsbeamten, die damals noch in französischen Diensten standen, gekommen. Nach der Unabhängigkeit eskalierte der Konflikt zwischen den Wüstennomaden und den Vertretern der Staatsmacht, die bemüht war, die unkontrollierbaren Tuareg sesshaft zu machen. In den ern kam es unter den Tuareg zu einem Aufstand, der das Ziel hatte, einen eigenen Staat auszurufen. Die Rebellion wurde mit einer symbolischen Waffenverbrennung beendet.

April wurde Timbuktu von Tuareg eingenommen, die, verstärkt durch aus dem Bürgerkrieg in Libyen zurückkehrende Söldner, für einen eigenen Staat kämpfen. Die Tuareg kündigten an, sie wollten ihre Gewinne konsolidieren und nicht auf Malis Hauptstadt Bamako marschieren [27] und boten Verhandlungen über einen Waffenstillstand an. Die putschistische Regierung Malis kündigte ebenfalls Verhandlungen über einen Waffenstillstand an, obwohl sie den Putsch vom März mit zu schlechter Führung der Aufstandsbekämpfung begründet hatte.

April wurden die Tuareg von der islamistischen westafrikanischen Gruppe Ansar Dine vertrieben. Die Islamisten versuchten, eine strenge Form der Scharia durchzusetzen, und zerstörten mehrere weltbekannte Mausoleen siehe Zerstörungen durch Islamisten Dabei wurde bekannt, dass die Islamisten kurz vor der Einnahme der Stadt eine wichtige Bibliothek mit vielen Handschriften in Brand gesteckt hatten. Timbuktu dürfte von Anbeginn eine islamische Stadt gewesen sein.

Es ist zwischen der Elite und dem Volk zu unterscheiden. Während die berberische Oberschicht dem neuen Glauben anhing, bekannten sich die Unterschichten zwar zum Islam, folgten aber weiterhin animistischen Glaubensvorstellungen und Riten, die sich mit der neuen Religion teilweise zu einer spezifischen Spielart des Islam vermischten. Erst im frühen Jahrhundert wurde im Gefolge des Dschihad der Fulbe und unter dem Einfluss der Kunta-Marabutin eine strengere und reinere Version der Religion durchgesetzt.

Allerdings waren bei den Songhai bis in die Mitte des Jahrhunderts nachweislich prä-islamische Glaubensvorstellungen und Praktiken üblich H. Auch bei den Tuareg finden sich magische Vorstellungen, die mit dem Islam nicht in Einklang zu bringen sind und bis heute von den Korangelehrten heftig kritisiert werden.

Im ausgehenden Mittelalter und vor allem im Jahrhundert war Timbuktu ein Zentrum islamischer Gelehrsamkeit, aber anders als häufig irrtümlich behauptet wird, keine heilige Stadt wie Mekka, Medina und Jerusalem. Islamwissenschaftler nehmen an, dass die Eroberung der Stadt durch die Marokkaner im Jahre Auswirkungen auf die Gläubigkeit der Bewohner von Timbuktu hatte, da angesichts der allmählichen Verarmung der Stadt die Bildungszentren litten, was zu einer Verwässerung des Islam und zum Erstarken alter, vorislamischer Glaubensvorstellungen führte.

Nach Ansicht von Orientalisten führte die Eroberung des Nigerbogens durch marokkanische Truppen zu einer verstärkten Einwanderung von nordafrikanischen Geistlichen, die im Gegensatz zu den intellektuellen Korangelehrten von Timbuktu eine volkstümliche Form des Islam inkl. Heiligenkult, Gebrauch von Amuletten, Exorzismus predigten. Jahrhunderts geriet Timbuktu in den Strudel der islamischen Erneuerung — auch als Fulbe-Dschihad bezeichnet — und erlebte einen Aufschwung der religiösen Bildung, was eine strengere Beachtung der religiösen Vorschriften nach sich zog.

Seit dem frühen Jahrhundert dominierten die maurischen Kunta — zwischen und unter dem Clan der al-Baqqai — das religiöse Leben der Stadt. Diese Auffassung ist nicht länger zu halten. Als Handelsstadt war Timbuktu eher offen, und der in Westafrika praktizierte Islam war bis zum Fulbe-Dschihad frühes Was europäische Reisende als islamischen Fanatismus empfanden, entpuppt sich bei genauer Lektüre als Ausdruck einer unreflektierten Fremdenangst, wie sie in allen Kulturen anzutreffen ist.

Die Abneigung gegen potentielle Konkurrenten beim harten und entbehrungsreichen Transsaharahandel muss bei der Interpretation dieses Phänomens in Betracht gezogen werden.

Heinrich Barth hat dieses Phänomen an verschiedenen Stellen seines Reisewerkes nachvollziehbar beschrieben. Die in Timbuktu herrschenden Kunta standen im offenen Konflikt mit den Tukulor Fulbe von Massina, den nominellen Oberherren der Stadt, die eine radikalere und damit fremdenfeindlichere Position innerhalb der islamischen Theologie vertraten. Die rivalisierenden politischen Gruppen sahen in den Fremden Marionetten, die sie im Kampf um die Vorherrschaft einsetzen konnten. Inwieweit es über längere Zeit eine jüdische Minderheit gegeben hat und ob oder wann diese zum Islam übertrat oder zum Übertritt gezwungen wurde, ist zurzeit noch umstritten.

Es ist denkbar, dass die Vertreter jüdischer Handelshäuser aus Andalusien oder Mallorca in Timbuktu residierten und sich am Gold- und Sklavenhandel beteiligten, wobei zu bedenken ist, dass die Mehrzahl der Kaufleute im südmarokkanischen Sidschilmasa und im südalgerischen Tamentit residierte.

Eine politische Rolle haben sie wohl kaum gespielt, und einen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der streng islamischen Stadt dürften sie ebenfalls kaum genommen haben.

Der Prediger hatte bereits für die Auslöschung der jüdischen Gemeinde in den Tuat-Oasen gesorgt, namentlich in Tamentit. Diese Vorschriften sahen einerseits die Vertreibung oder Zwangskonvertierung der Juden in seinem Reich vor.

Andererseits die Todesstrafe oder zumindest die Enteignung aller Muslime, die mit Juden weiterhin Handel trieben. Über die konkreten Auswirkungen dieser Gesetze besteht unter den Afrikahistorikern keine einheitliche Auffassung.

Sicher scheint, dass sich der Kadi von Timbuktu, Mahmud Aqit, um weigerte, die antijüdischen Bestimmungen in Timbuktu mit aller Härte durchzusetzen, und den Herrscher zur Rückkehr zu einer toleranten Auslegung des Koran bewegte. Offiziell waren erst in der Zeit nach wieder jüdische Kaufleute aus Marokko zugelassen, und zeitweise hielten sich mehr als zehn erwachsene jüdische Männer in Timbuktu auf, so dass sie nach religiösem Recht eine Kultgemeinde bildeten.

Doch unterlagen sie dem Status der dhimmi , und so durften sie beispielsweise keine als Gebetshaus erkennbare Synagoge einrichten und mit Muslimen kein Gespräch über Religion führen was als Missionierung hätte gedeutet werden können , und sie mussten auf einem gesonderten Friedhof beigesetzt werden. Christen haben sich vor dem Ende des Jahrhunderts in Timbuktu nur als Besucher aufgehalten. Sie haben keinerlei Einfluss auf die innere Entwicklung, etwa auf Politik oder Bildung, nehmen können.

Für die Toleranz der muslimischen Notabeln spricht die Tatsache, dass sie die Missionare als Gesprächspartner über Fragen der Theologie akzeptierten — eine Reminiszenz an die friedlichen Diskussionen, die Ahmad al-Baqqai und Heinrich Barth fast ein halbes Jahrhundert zuvor geführt hatten.

Hacquards Mitbruder Auguste Dupuis blieb in Timbuktu, trat aus dem Orden aus, heiratete eine einheimische Frau und konvertierte zum Islam. In den er und er Jahren lebte er in der Stadt und betrieb völkerkundliche Studien. Das historische Stadtbild mit seiner charakteristischen Lehmbauweise und zahlreichen Moscheen des Jahrhunderts wurde entgegen den Wünschen der Regierung von Mali jedoch nicht eingeschlossen; nach Ansicht des Welterbekomitees waren dort die Eingriffe durch moderne Bauten schon zu weit fortgeschritten.

Sie stammen aus dem Jahrhundert und wurden im Laufe der Zeit schon mehrmals renoviert. Nach dem Militärputsch vom März und der am 6. Walata war in dieser Hinsicht weitaus bedeutender, wie Ibn Battuta bestätigt. Allerdings ist diese Bildungsstätte keine Hochschule mit einer zentralisierten Verwaltung und zentralen Einrichtungen.

Es war ein lockerer Zusammenschluss von Koranschulen, an denen teilweise — wie anderswo in der islamischen Welt — die Lektüre und das Verständnis der heiligen Schriften des Islam gelehrt wurde.

Teilweise wurde aber auch Unterricht von hochqualifizierten Juristen und Theologen erteilt. In dieser Hinsicht ist die Organisation derjenigen der mittelalterlichen Colleges von Oxford und Cambridge durchaus vergleichbar. Einer einzelnen Quelle aus dem Jahrhundert zufolge soll es vor der marokkanischen Eroberung zwischen und solcher Koranschulen in Timbuktu gegeben haben.

Der Ruf der Gelehrten, die an den führenden Koranschulen unterrichteten, drang, so wird berichtet, bis ins andalusische Granada. Die Zahl von Keiner der Autoren, die mit dieser Zahl aufwarten, kann eine Quelle nennen noch bestimmen, zu welcher Zeit zwischen und so viele Studierende in Timbuktu gelebt haben sollen.

Die Stadt hätte sie weder ernähren noch beherbergen können. Die Zahl dürfte realistischerweise bei unter gelegen haben. Forschung im modernen Sinne wurde in Timbuktu nicht betrieben.

Den Rahmen stellte auf jeden Fall die islamische Lehre dar. Auch in dieser Hinsicht unterschied sich der Lehrbetrieb in Timbuktu nicht grundsätzlich von dem an anderen islamischen Hochschulen Fez, Kairo, Damaskus oder von den christlich-europäischen Universitäten wie Bologna, Oxford oder Paris. Offenbar waren medizinische Kenntnisse und Fertigkeiten, wie sie für die islamische Welt im Mittelalter typisch waren, in Timbuktu anzutreffen.

Es wird berichtet, dass schon im Jahrhundert am Auge operiert wurde. Allerdings dürfte es sich lediglich um die damals seit fast Jahren bekannte Behandlung des grauen Star, den sogenannten Starstich , handeln.

Von fortschrittlicheren Operationsmethoden ist nichts bekannt. Neuerdings aufgestellte Behauptungen, Gelehrte in Timbuktu hätten die Zahl Null entwickelt und das moderne Sonnensystem schon Jahre vor Kopernikus entdeckt, entbehren jeder historischen Grundlage.

Manuskripte in arabischer Schrift wurden aus Marokko und vor allem aus Ägypten eingeführt, aber alte Werke wurden in Timbuktu von professionellen Schreibern kopiert. Ob diese Bücher den in der Folgezeit errichteten Moscheen in Timbuktu zur Verfügung gestellt wurden, ist unbekannt.

Die Zahl der Schriften, die im Mittelalter in Timbuktu aufbewahrt wurden, ist nicht mehr zu ermitteln. Die Bücher befanden sich meistens im Privatbesitz der Familien, die über Generationen hinweg führende Theologen und Juristen hervorbrachten. Die Bibliotheken waren vermutlich sehr umfangreich. Ahmad Baba — klagte, dass er mit gerade einmal Bänden die kleinste Sammlung in seiner Familie besitze. Ob es im Jahrhundert öffentliche Bibliotheken, d.

Abi Bark — soll der Djinger-Ber-Moschee kostbare Koranausgaben geschenkt haben, die allen Gläubigen zugänglich sein sollten. Die Behauptung, die in diesem Zusammenhang häufig ins Spiel gebracht wird, dass in Timbuktu Unter diesen Schriften befinden sich aber sehr viele Dokumente, die nur aus einem oder zwei Blättern bestehen, überwiegend Abschriften von theologischen oder juristischen Gutachten, die von den Gelehrten der Stadt auf Anforderung von staatlichen und religiösen Instanzen in ganz Nord- und Westafrika angefertigt worden waren.

Sie fürchteten offenbar, ihnen könne durch die Franzosen dasselbe Schicksal drohen wie den Notabeln in früheren Zeiten nach einer Eroberung Hinrichtung durch Sonni Ali oder Deportation durch Djuder Pascha. Aus Angst vor der Konfiszierung sollen auch zahlreiche Bücher in der Umgebung der Stadt vergraben worden sein, wodurch sie unwiderruflich vernichtet worden sind. Im Jahr startete die südafrikanische Regierung die erste afrikanische Initiative zur Rettung der Bücher von Timbuktu.

Tatsächlich gingen bei einem Bibliotheksbrand im Januar beim Abzug der Banditen einige Manuskripte verloren. Bei den Schriftstücken sind zwei Arten zu unterscheiden: Das Forschungszentrum wurde zu Beginn der er Jahre oder davor begründet und arbeitet seit Unter anderem auch deshalb nicht, weil es Berichte über eine rechtzeitige geheime Auslagerung von Dokumenten gibt.

Ursprünglich trafen sich zu diesem Ereignis Angehörige der Tuareg aus der Region, um gemeinsam zu tanzen, singen und musizieren oder zum Beispiel mit Kamelrennen und Spielen das kulturelle Erbe ihres Volkes zu pflegen. Auf dem Terrain befinden sich unter anderem ein Basketball- und ein Handballplatz.

Die Lebenshaltungskosten waren entsprechend hoch. Eine besonders wichtige Rolle spielte Timbuktu als Zwischenstation für den Salzhandel. Der Kanal, der seit dem Jahrhundert Kabara mit Timbuktu verband, trocknete in der Neuzeit immer wieder aus, so dass die Handelsgüter auf dem Landweg transportiert werden mussten.