Vom Nachteil, »Homosexuell« zu sein

 


Beim Menschen geht das freilich nicht so einfach. Stattdessen stimme ich völlig zu, dass wir die philosophischen Argumente mehr in den Vordergrund stellen sollten. Oktober in Kraft tritt. Trotzdem erleben die Meisten ihre sexuelle Orientiertung nicht als gelernt, anerzogen oder sonstwie durch Umstände geformt. Von Mobbing und Diskriminierung aus X anderen Gründen mal abgesehen.

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Es ist nicht immer einfach, aber es ist allen möglich. Du wirst ihm hoffentlich irgendwann begegnen und verstehen, dass er der Richtige ist. Bis dahin einfach abwarten. Auch schwule Männer können ein erfülltes Leben führen. Im Nebenhaus wohnt ein schwules Paar 47 u.

Sie sind seit 25 Jahren ein Paar, wohnen seit 24 Jahren hier. Sie werden nicht angefeindet, ganz im Gegenteil. Hier wohnen viele junge Leute Studenten, Ärzte usw. Eklig sind die Leute, die Vorurteile haben. Eklig sind die Leute, die andere Menschen nicht so annehmen wollen, wie sie sind.

Solltest du wirklich schwul sein, so wirst du später ein glückliches Leben führen können! Wichtig sind gute Freunde! Und ein Partner, mit dem du alt werden möchtest. Mein Onkel lebt seine Homosexualität öffentlich mit seinem Freund aus, als wäre es das normalste der Welt. Also ich bin 16 Jahre alt und ein Junge.

Ich hab mich jetzt vor genau ein Jahr in einen Jungen aus meiner Klasse verliebt und hab mich auch versucht mich halt anzunähern. Es hat alles dafür gesprochen das er in mich ist er hat mich sogar einmal ernst gefragt ob ich ihn liebe doch ich konnte nicht es ihm zu der Zeit einfach nicht sagen.

Nach den Sommerferien hat sich jedoch alles verändert wir haben uns immer weiter distanziert aber manchmal was gemacht, dann gab es sogar eine zeit wo wir uns ignoriert haben aus irgendwelchen gründen. Jetzt wenn ich ihn sehe wie er immer mit jemanden anderen aus meiner klasse alles macht halt ich das nicht mehr aus ich kann ihn noch nicht mal mehr in die Augen schauen oder ignoriere ihn einfach.

Manchmal habe ich so das Gefühl das er mich anstarrt aber ich kann mir das auch einfach nur einbilden weil wenn ich zu ihm gucke sieht er mich nicht an. Es werden also eigentlich beide Formen der Partnerschaft diskriminiert. So wurde zum Beispiel das Unterhaltsrecht angeglichen, sodass sich, analog zur Ehe, die Lebenspartner in einer Homo-Ehe gegenseitig zu Unterhalt verpflichtet sind.

Eine Scheidung der vielen tausend Homo-Ehen in Deutschland funktioniert auch nicht anders als gewohnt. Wenn nichts anderes vereinbart ist, regelt der Zugewinnausgleich die finanzielle Trennung. Auch die grundsätzlichen Erbansprüche unterscheiden sich bei der Homo-Ehe nicht von denen herkömmlicher Ehen.

Die Partner einer Homo-Ehe können einen gemeinsamen Namen führen und erhalten das gemeinsame Sorgerecht für Kinder innerhalb der Partnerschaft. Sie können sich über die Familienversicherung gemeinsam krankenversichern und für einen ausländischen Lebenspartner ist ein Nachzug nach Deutschland verbunden mit einer Arbeitsgenehmigung möglich. Nachteile bestehen vor allem im Steuerrecht und für die Homo-Ehe: Durch die einzelne Besteuerung der Partner fällt die finanzielle Belastung in einer Homo-Ehe deutlich höher als in herkömmlichen Ehen aus.

Obwohl die Partner in einer Homo-Ehe sich gegenseitig zu Unterhaltsleistungen verpflichtet sind, werden sie steuerlich wie Fremde behandelt. Auch wenn das Erbrecht grundsätzlich gleichgestellt wurde, wird die Erbschaft innerhalb der Homo-Ehe nach wie vor komplett besteuert, der Freibetrag liegt bei mageren 5.

Das Einkommen des Partners wird also bei der Prüfung der Hilfsbedürftigkeit mit veranschlagt. Und auch im Beamtenrecht müssen die Lebenspartner in einer Homo-Ehe auf Ansprüche verzichten, beispielsweise Pensionsansprüche, die verheirateten Beamten zugestanden werden.

Es ist innerhalb der Homo-Ehe nicht möglich, gemeinsam ein Kind zu adoptieren, lediglich eine Pflegschaft darf gemeinsam übernommen werden. Hier bietet sich nur der Ausweg, als Einzelperson zu adoptieren, denn das ist durchaus möglich. Sie tun es jedoch nicht immer auf dem Standesamt: Laut Drittens ist die Lösung, dass es Bs ohne As gibt.

Das ist, siehe erstens, aber unmöglich, denn A und B sind identisch. Also kann es kein B ohne A geben. Wenn doch, dann sind A und B eben nicht identisch, was Erstens widerspricht. Vor allem nicht, wenn es auch verschiedene kombinierte Ursachen geben kann, die dann bei verschiedenen Menschen auch verschieden wirken könnten.

Ich hoffe der weitere Artikel wird noch geschrieben, der darauf eingeht. Ich kenne mich ehrlich gesagt mit der Thematik nicht gut aus und kann es nicht beurteilen, welche Ursachen bestimmend sind. Diese Frage stelle ich mir auch. Da sind solche Pseudologikspielchen völlig nutzlos. Eine Bank ist mal ein Geldinstitut, mal eine Sitzgelegenheit. Dieses Problem haben Sie sich schon selbst eingebrockt.

Nun ja, jeder macht einmal Fehler. Ich finde es gut, dass mal wieder jemand sich mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe oft das Gefühl, dass das beinahe ein wenig totgeschwiegen wird, obwohl es doch so normal sein sollte. Schockierend, wenn es in der heutigen Zeit noch ein Nachteil ist, wenn man anders ist.

DAs sollte eher ein Vorteil sein. Vielleicht klärt sich das ein bisschen wenn ich erkläre, warum ich so abgestimmt habe, das hatte ich eigentlich bereits nach der Vorlesung geplant. Ich habe einzig von wissenschaftlichen Ergebnissen gehört die darauf hindeuten, dass pränatale Hormore die sexuelle Orientierung beeinflussen können.

Ich hatte also keine wirklich Ahnung vom Thema: Mein erster Anhaltspunkt sind in einer solchen Situation dann die Extreme der Skala. Was implizieren sie nach meinem Wissen?

Wo würde mich ein Abstimmen platzieren? In wieweit würde meine Wahl zu meinen moralischen Vorstellungen und Standards passen? Das rechte Ende der Skala hat mich durch die absolute Formulierung verwundert.

Da sind bei mir sämtliche Warnleuchten angegangen, meine Assoziation mit sowas sind nämlich besorgte Kreationisteneltern, die glauben ihre Söhne würden schwul sobald sie mit Puppen spielen oder pinke Kleidung tragen. Der nächste Gedanke war: Jetzt darf noch dazugerechnet werden, dass all diese Gedanken sich in meinem armen kleinen Köpfchen in ungefähr 10 Sekunden abgespielt haben, nach acht Stunden in der Universität.

Diese Abstimmung zeigt für mich ein Problem der gesamten Diskussion dieser Thematik bzw. Man verzeihe mir die teils seltsame Wortwahl, meine Deutschkenntnisse sind in diesen Thematiken stark eingerostet. Die Skala ist sicher verbesserungswürdig. Ich habe ja auch in der Vorlesung eine Woche später diskutiert, dass mir ein Philosoph der Biologie dafür auf die Finger geklopft hat aber mir in letzter Instanz auch nicht sagen konnte, was daran falsch ist.

Es ist sozusagen ein Aufmerksamkeitseffekt, der gar nicht auf konkreten wissenschaftlichen Befunden beruht die habe ich ja später diskutiert , sondern nur auf der allgemeinen Message: You are your gene! Vielleicht sehen wir vor allem dies in den Reaktionen der Studierenden. Präferenzen aller Art, auch sexuelle, sind genetisch und hormonell beeinflusst, darum aber nicht strikt determiniert.

Was womöglich konservativ denkende Menschen daraus machen, sollte für die wissenschaftliche Frage erst einmal keine Rolle spielen. Mein philosophischer Punkt ist aber, dass das gerade keine Freiheit ist: Durch die Unterordnung unter das biodeterministische Paradigma geben wir die Freiheit sich eben für oder gegen etwas zu entscheiden gerade auf.

Es ist eine Scheinfreiheit. Würden wir hingegen aufhören, von speziellen sexuellen Präferenzen zu reden homo, bi, hetero… , dann könnten die Menschen einfach Erfahrungen sammeln, die sie gerne machen möchten, ohne das ganze Gerede und Geforsche. Wie gesagt, im antiken Griechenland gab es dafür noch nicht einmal ein Wort. Na sowas, ein e Teilnehmer in der Abstimmung meldet sich zu Wort. Finde ich toll, ehrlich!

Nun ja, hier kommt es wohl darauf an, wie man die genregulierte Synthese bestimmter Hormone und deren Wirkung auf die Aktivität bestimmter anderer Gene einordnen will. Völlig zu recht gehen da sämtliche Warnlampen an. Aber nicht aus den von Ihnen genannten Gründen, sondern weil es extrem unwahrscheinlich ist, dass Menschen ihre sexuellen Präferenzen mehr oder weniger frei wählen können.

Wie sollte das gehen? Warum wählen manche die Homosexualität, obwohl sie es nicht wagen, diese öffentlich zu leben? Oder gar nicht offen leben können, weil offene Homosexualität mit dem Tode bedroht ist.

Man darf gespannt sein, was Ihr Lehrer Stephan Schleim diesbezüglich noch in petto hat. Wenn der Organismus in nahezu allen dieser Welten den Phänotyp P ausprägt, dann haben wir einen starken Hinweis auf genische Determination; variiert die Ausprägung von P jedoch stark, dann sind das starke Hinweise auf eine geringere genische Determination: P hängt stärker von Umwelteinflüssen ab.

Das ist nicht nur ein Gedankenexperiment, denn mit geklonten Versuchstieren arbeitet man ja die ganze Zeit so. Beim Menschen geht das freilich nicht so einfach. Ich bezweifle, dass es überhaupt einen naturwissenschaftlichen Präferenzbegriff geben kann. Wir sind hier im Bereich der Psychologie. Du kannst meinetwegen über Sexualverhalten sprechen.

Das ist ein Trugschluss: Ich habe auch ganz viel gelernt, obwohl ich es nicht wählen konnte, etwa das Sprechen der deutschen Sprache. Ich kann es auch nicht einfach so ablernen. Wie kann das sein, wenn sexuelle Präferenzen strikt genisch determiniert sind und nichts mit angelernten Verhaltensmustern zu tun haben? Da muss ich Balanus recht geben. Das Gefühl des Anderssein welches viele Schwule haben und welches dann später zum Coming Out führen kann ist nicht nachvollziebar, wenn Homesexualität im Kern eine Lifestyle choice und eben nicht eine Identiät ist.

Die Frage ob Homosexualität genetisch determiniert ist führt dagegen in die Irre. Sie hat kaum praktische Bedeutung, wenn die sexuelle Determinierung bereits nach der Geburt besteht.

Ob das nun Gene allein oder mütterliche Hormone während der Schwangerschaft sind spielt für den Betroffenen keine Rolle, wenn er selbst das Gefühlt einer anderen sexuellen Identiät hat. Es ist durch verschiedene Studien zweifelsfrei erwiesen, dass die sexuelle Orientierung von genetischen Faktoren mindestens mitbestimmt wird und nach der Geburt nicht mehr veränderlich ist.

Man kann daher sagen, dass die sexuelle Orientierung unveränderlich ist. Wenn man Homosexualität als Life-Style-Choice sehen will, dann wird man natürlich Bezeichnungen wie MSM — men who have sex with men — begrüssen, denn dabei geht es ja um eine Praxis und nicht um die sexuelle Identität. Die sexuelle Orientierung kann eine andere sein, als das was ausgelebt wird, was sich zum Beispiel darin zeigt, dass früher Homosexuelle oft mit Partnern des anderen Geschlechts verheiratet waren einfach weil ihnen das das Leben einfacher machte.

Im Wikipedia-Artikel über Lifestyle wird zurecht auf folgendes hingewiesen:. Some commentators argue that, in modernity, the cornerstone of lifestyle construction is consumption behavior, which offers the possibility to create and further individualize the self with different products or services that signal different ways of life.

Der wohlhabende Mensch definiert sich selber und seinen Lifestyle Choice also über seinen Konsum. Und Google und andere Programme eruieren in den Anfragen von Personen genau diesen Lifestyle, der dann die Abfrageresultate und damit etwa die präsentierten Reiseziele, Häuser, Kleider und so weiter beeinflusst.

Ein solcher Lifestyle kann sich auch ändern. Es gibt auch Leute, die in ihren sexuelle Beziehungen derart flexibel sind. Sie sind aber in der Minderheit. Erst jetzt kann ich es dir gestehen. Mit Verlaub, aber was dort auf Wikipedia als wissenschaftliche Quelle für so eine starke Aussage nämlich: Kallmann untersuchte 40 eineiige und 45 zweieiige männliche Zwillingspaare, von denen wenigstens einer der beiden zu Beginn der Studie sich selbst als homosexuell bezeichnete.

In meiner Vorlesung nach der Umfrage zitierte ich beispielsweise eine Studie mit australischen Zwillingen. Erblichkeit sagt nur etwas über die genotypische Variabilität aus, die phänotypische erklärt, und nicht genische Determination, über die ich mit Balanus diskutierte. In einer neueren Studie mit schwedischen Zwillingspaaren ergab sich folgendes Bild: Von monozygotischen d. Zusammen mit den Daten für die dizygotischen d. Auch mit einem anderen Konstrukt, das die Anzahl der gleichgeschlechtlichen Sexpartner berücksichtigt, ergeben sich ganz ähnliche Zahlen.

Dafür haben sie aber auch kontrolliert: In diesem Sinne halte ich es für berechtigt, die Wahl der PartnerInnen für den Geschlechtsverkehr vor allem als gelerntes Verhalten zu bezeichnen, auch wenn die Gene, wie ich schon schrieb und wie bei allen Persönlichkeitsmerkmalen, eine Rolle spielen.

Ich habe im Diskussionsteil des besagten Wikipediabeitrags einen neuen Abschnitt über dieses Thema angelegt. Vielleicht reagiert ja ein erfahrener Wikipedianer darauf. Ich habe jedenfalls keine Lust auf einen edit war oder Ähnlichem zu diesem ideologisch beladenen Thema. Zustimmung was die Rolle der Gene betrifft. Trotzdem erleben die Meisten ihre sexuelle Orientiertung nicht als gelernt, anerzogen oder sonstwie durch Umstände geformt. Die meisten entdecken während dem Erwachsenwerden ihre sexuelle Identiät und die meisten sehen für sich auch nicht die Möglichkeit anders zu wählen als es von ihrem Innern vorgegeben wird.

Das schliesst natürlich nicht aus, dass es die äusseren Einflüsse während der Entwicklung zum sexuellen Wesen gibt. Nur werden sie — in der Regel — nicht als solche erlebt. Die sexuelle Orientierung ist jedenfalls kein gutes Beispiel für den angeblich freien Willen, denn kaum jemand erlebt seine sexuelle Orientierung als frei von ihm selbst gewählt. Überhaupt ist es so, dass die Dinge, die einem wichtig sind, gerade nicht frei gewählt sind, sondern sich einem aufdrängen, man ihnen nicht entgehen kann.

Die Freiheit besteht dann darin, seinen inneren Neigungen die auch Zwänge sein können nachgehen zu können. Der Vorschlag, das Gerede über sexuelle Präferenzen mit Hinweis auf antike Epochen einzustellen, halte ich für etwas zu kurz gegriffen. Erstens sind angeblich fehlende Wörter eine denkbar schwache Argumentationsgrundlage was würden wohl Sprachforscher dazu sagen? Es gibt ja übrigens auch noch sog. Und drittens halte ich es persönlich eher mit Dürrenmatt: Stattdessen stimme ich völlig zu, dass wir die philosophischen Argumente mehr in den Vordergrund stellen sollten.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung dieses Artikels. Und die daraus angeblich ableitbaren Konsequenzen sind kompletter Müll. Wenn ich mir die verschiedenen Forschungsergebnisse zu diesem Thema ansehe, dann sind die Ursachen doch höchstwahrscheinlich multifaktoriell: Weiter gibt es evtl. Jeder dieser Einflüsse klappt eine weitere Dimension auf. In Ihrer Umfrage haben Sie nur eine der unendlich vielen möglichen Achsen in diesem hochdimensionalen Raum ausgewählt.

Das ist fast so, als hätte man danach gefragt, ob die Augenfarbe bzw. Und dann ist die Fragestellung nicht neutral, denn es wird nicht nach allgemein der Entstehung der sexuellen Neigung gefragt, sondern speziell nach der der Homosexualität. Ich fürchte, das funktioniert so nicht. Wie willst Du sicherstellen, dass die unterschiedliche Ausprägung der Merkmale nicht auf variierenden Genaktivitäten beruht?

Entweder, der Organismus ist genetisch dafür ausgerüstet, in unterschiedlichen Welten unterschiedlich zu wachsen, oder er ist es nicht, dann wächst er überhaupt nicht und stirbt. Es würde mich nicht wundern, wenn es einen positiven Zusammenhang gäbe zwischen der Anzahl der Gene, die an der Ausprägung eines bestimmten Merkmals beteiligt sind, und der Variabilität dieses Merkmals.

Wie beurteilst Du eigentlich das Phänomen der Prägung bei Tieren? Das ist ein kurzfristiger, irreversibler Lernvorgang, der zu einem bestimmten Verhalten führt. Die sensible Periode, in der dieser Lernvorgang möglich ist, ist offenbar genetisch festgelegt, und ohne entsprechende genetische Aktivität bliebe der Lernvorgang reversibel oder fände gar nicht statt.

Würdest Du Prägung nun als ein Beispiel für ein umweltbedingtes Verhaltensmuster ansehen? Denn dass der Prägereiz aus der Umwelt stammt, ist ja offensichtlich. Meinetwegen, dann stelle ich der Philosophie eben die empirischen Wissenschaften gegenüber, das tut meinem Argument bzw. Das wäre so, als würde das Kind englisch sprechender Eltern im rein englischen Umfeld die französische Sprache erwerben. Selbst im antiken Griechenland galten homosexuelle Beziehungen zwischen erwachsenen als verpönt….

Ich bin ja gar nicht gegen die Erforschung des Sexualverhaltens. Wiederholung des Arguments aus dem Primärtext: Wer denkt, etwas sei angeboren, muss nicht über Alternativen nachdenken. Wir haben diese Klassifikationen und wir können sie nicht mehr zurücknehmen oder aus der Geschichte tilgen. Aber die ganzen psychiatrischen Klassifikationen, um nur ein Beispiel zu nennen, verändern sich auch alle paar Jahre, manchmal subtil, manchmal radikal. Vor ein paar Jahren hatte ich etwa mit Leuten zu tun, die stolz auf ihre Asperger-Diagnose waren.

Ein paar Jahre später stellen führende Psychiater fest, dass das gar keine gesicherte eigene Kategorie ist, und streichen sie nachdem sie, aus dem Bauch heraus erinnert, rund achtzig Jahre lang verwendet wurde. Mein Vorschlag wäre, die sexuellen Präferenzen vor allem als Privatsache zu betrachten. Wenn Forscher hier aktiv werden wollen, dann warum nicht durch Untersuchung von konkretem Sexualverhalten, ohne so ein Konstrukt wie Homo-, Heterosexualität usw.

Und ich denke, in manchen Kreisen galt sie gerade als schick. Natürlich sind die Überlieferungen aber selektiv. Meine Vermutung ist, dass neben einer evtl. Vorhandenen wie auch immer gearteten Disposition, die Eltern eine zentrale Rolle spielen.

Bestimmte männliche Charakteristiken aufweist, dies für immer die Rollen im Kopf des Kindes tauscht. Das Bild was man von Ihnen hat projiziert man unbewusst auf alle anderen Menschen, denen man später begegnet. Oder wenn ein Vater z. Das könnte Weichen für das spätere Leben stellen, die nicht mehr umzustellen sind. Wenn Homosexualität erlernt ist dann wohl im gleichen Sinn wie Sucht oder die Migränepersönlichkeit erlernt sind. Es ist also nicht das gleiche wie eine Sprache zu erlernen.

Damit würde ich auch der folgenden Textpassage von Stephan Scheim widersprechen:. Wie gesagt, den meisten fehlt die Freiheit was ihre geschlechtliche Identität angeht und wenn Heterosexualität erlernt ist, dann eben nicht im gleichen Sinne erlernt wie man eine Sprache erlernt, sondern auf eine Weise, die der eigenen Kontrolle weitgehend entzogen ist.

Interessant finde ich wie häufig die sexuelle Orientierung in unserer Gesellschaft thematisiert wird, wie oft man darüber redet. Heute, wo es eine Liberalisierung in dieser Hinsicht gegeben hat genauso wie früher wo Homosexualität kriminalisiert wurde.

Ich habe deine Reaktion nur durch einen Zufall gesehen. Was verursacht aber denn die unterschiedlichen Genaktivitäten? Ex hypothesi sind das die unterschiedlichen Umwelten, denn der Organismus wird ja genisch gleich gehalten.

Bei diesen 64 Zwillingspaaren hat also der eine gelernt oder sich dafür entschieden , sich zumindest manchmal zum gleichen Geschlecht hingezogen zu fühlen, der andere aber gar nicht. Kontrolliert man für die Anzahl der gleichgeschlechtlichen Partner, dann ist der Unterschied mit 2: Ich habe keine Erklärung dafür, wie sexuelle Vorlieben entstehen, sondern will mit meinem Beitrag erst einmal das herrschende Modell kritisch hinterfragen.

Unter anderem hat sich Sigmund Freud damit auseinandergesetzt, wie sich die Sexualität eines Kindes im Verhältnis zu den Eltern entwickelt etwa Ödipuskonflinkt und Elektrakomplex. Vielleicht können Sie sich da selbst einlesen. Damit schieben Sie Homosexualität in die Ecke der Störungen. Geschieht das bewusst oder unbewusst? Erstens schwanken die Zahlen zwischen den Ländern stark; zweitens sind sie nicht zuverlässig, nämlich gerade deshalb, weil die sexuelle Orientierung sozial vermittelt ist und Abweichungen von der Norm, seien wir doch einmal ehrlich, in nach wie vor allen Ländern missbilligt oder gar unterdrückt werden.

Zwischen den Ländern unterscheidet sich vor allem die Art der Repressivität. Erst jetzt, wo man damit aufgehört hat und Menschen weniger Stark in dieses Schema zwingt, kommen nach und nach die besseren Zahlen ans Tageslicht.

Sie missverstehen mich scheinbar bewusst. Man könnte auch sagen: Wenn Heterosexualität erlernt ist dann wohl im gleichen Sinn wie Sucht oder die Migränepersönlichkeit erlernt sind.

Und tatsächlich habe ich ja weiter unten geschrieben: Wie gesagt, den meisten fehlt die Freiheit was ihre geschlechtliche Identität angeht und wenn Heterosexualität erlernt ist , dann eben nicht im gleichen Sinne erlernt wie man eine Sprache erlernt. Ihre Reaktion und der ganze Artikel zeigen aber, dass sie offensichtlich damit ein Liberalisierungsprojekt verfolgen.

Ich finde es erstaunlich, dass sie heute ein solches Liberalisierungsprojekt immer noch für so dringend halten. Aber insoweit sind sie mir schon früher aufgefallen, als sie sich outeten, dass sie die Konfirmation bei der reformierten Kirche verweigerten. Auch hier schienen sich mir weit hinter der Zeit herzuhinken, denn Aufmüüpfigkeit gegen die religiösen Vorgagen gab es schon zu Beginn des 20, Jahrhunderts recht häufig.

Oder gehen ihnen in der Alltags- Psychologie einfach die Themen auf und sie kämpfen deshalb die gleichen Gefechte, die andere schon vor 30 Jahren ausgefochten haben? Wenn ein Merkmal genetische Ursachen hat, dann wird es vererbt. Das ist bei Homosexualität definitiv nicht gegeben. Das andere Extrem ist das bewusste Erlernen im Kindesalter. Auch das ist definitiv nicht gegeben. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür. Es gibt aber noch verschieden Möglichkeiten dazwischen, da ist z. Zur Umwelt während der Embryogenese gehört insbesondere der Organismus der Mutter mit deren Ernährungs- und Verhaltensweise.

Letztlich ist die Natur an sich nicht determiniert, d. Solche Abweichungen werden unhinterfragt hingenommen, genauso wie viele andere Unterschiedlichkeiten in den Merkmalsausprägungen der Menschen. Rothaarige Frauen dagegen wurden im Mittelalter oftmals als Hexen gebrandmarkt und umgebracht.

Weil die Homosexualität moralisch aufgeladen wird, ist sie ein Thema für ideologischen Streit, für Diskriminierung und für Verfolgung und Vernichtung! Möglicherweise hat Homosexualität gar keine Ursachen, sondern liegt in der statistischen Streuung, denn es gibt auch die Bisexualität als Phänomen der Merkmalsausprägungen, so wie auch andere Emotionalitäten oder die Sinnesvermögen unterschiedlich ausgeprägt sind.