Schwellenland

 


Andere Bergbauunternehmen wie Anglo American konnten mit ihren Einkünften aus dem operativen Geschäft nicht einmal mehr ihre Kreditzinsen erwirtschaften; etwa die Hälfte der

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So erzielte Rosneft im zweiten Quartal erhebliche Umsatz- und Gewinnzuwächse. Nur der international stärker engagierte privat geführte Lukoil -Konzern, der in Dollar berichtet, erlitt einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr Nur in Mexiko fiel die Förderung so stark, dass das Parlament die Aufhebung des staatlichen Monopols der PEMEX , die die erforderlichen Investitionen nicht mehr aufbringen konnte, und die Zulassung privater Förderunternehmen beschloss.

Durch den Ölpreisverfall sanken staatliche Einnahmen und Unternehmensgewinne der Öl und Gas fördernden bzw. In der Folge sank auch der Gaspreis. Zur Kompensation der zurückgehenden Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf warfen diese und andere Länder andere Rohstoffe auf den Markt, was neben der sinkenden Nachfrage Chinas ebenfalls zu deren Preisverfall beitrug.

Auch Kohle-, Zink-, Blei- und Platinpreis fielen. Insgesamt erreichten die Rohstoffpreise im August weltweit ein Jahres-Tief, während die Förderung nur langsam zurückging.

Infolge des Preisverfalls stieg die Verschuldung von rohstoffexportierenden Staaten, aber auch von rohstofffördernden Unternehmen, die wegen der niedrigen Zinsen in den USA und Europa Dollar- und Eurokredite aufgenommen hatten, innerhalb kurzer Zeit an.

Als im Sommer Zinserhöhungen in den USA für den Herbst des Jahres angekündigt wurden, setzte eine massive Kapitalflucht aus den Schwellenländern ein, was dort zu stark fallenden Börsenkursen führte. Der malaysische Ringgit fiel auf den Tiefststand seit Die Inflation nahm in allen diesen Ländern zu, ohne dass durch den Kursverfall die Exporte nennenswert gesteigert werden konnten.

China weist zwar immer noch ein im Vergleich zu Europa beachtliches Wachstum auf, doch sank es auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Diese Entwicklung spielte eine katalytische Rolle für die Wachstumskrise in anderen Schwellenländern.

Hatte China die Folgen der Finanzkrise durch einen gigantischen Investitionsboom zu kompensieren versucht, zeigte sich Jahre später, dass der unkoordinierte, durch Bankkredite geförderte Ausbau von Industrien in den Provinzen zu Überkapazitäten in zahlreichen Wirtschaftszweigen geführt hatte, für deren Produkte kaum Absatzchancen bestanden. Die Kapazitäten der Stahl- und in der Papier- und Pappeproduktion waren nur noch zu 67 Prozent ausgelastet; schwach war ebenfalls die Auslastung der Raffinerien, Kohlebergwerke, Werften, Zementfabriken, Industrieglasfabriken sowie in einigen Agrarsparten u.

Das zeigte das Versagen der staatlichen Lenkung: Der geplante Umbau der chinesischen Wirtschaft von Massenproduktion zur Hochtechnologie und binnenmarktorientierten Dienstleistungsökonomie verlief nicht ohne gravierende Verwerfungen. So waren Ende in China etwa Bis sollen 4. Die Investitionen in staatsnahe Unternehmen erlaubten diesen, zu Dumpingpreisen zu exportieren. Die Abwanderung vom Lande in die Stadt und insbesondere in die Städte der Küstenzone beschleunigte sich mit der Zunahme der Investitionen und dem steigenden Wohlstand.

Lag der Urbanisierungsgrad in China bei 26 Prozent, so leben heute ca. Im Hinterland kam es hingegen zu massiven Immobilienleerständen in Städten jenseits der ersten Reihe. Die Gesamtverschuldung Chinas war durch den Investitionsboom von Prozent des Bruttoinlandprodukts auf Prozent im Jahr gestiegen und überschritt damit relativ die Verschuldung der USA.

Dabei spielen weniger die Zentralregierung als vielmehr die Lokalregierungen die treibende Rolle; sie finanzierten sich durch den Verkauf von Landnutzungsrechten und förderten damit die Immobilienblase.

Wegen sinkender Erzeugerpreise sind viele Unternehmen nicht in der Lage, ihre Kredite zurückzuzahlen. Juni bis zum August fiel er dann um ca. In China schmolzen die Devisenreserven, die wegen der hohen Exportüberschüsse noch Anfang einen Rekordwert von über 3,8 Billionen US-Dollar erreicht hatten; [43] die mehrfache Abwertung der chinesischen Währung sollte vor allem die Devisenreserven stabilisieren, die Anfang nur noch 3,3 Billionen Dollar betrugen.

Die private Verschuldung in den Schwellenländern insgesamt ist auf etwa Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung gestiegen; das ist mehr als zu Beginn der Schwellenländerkrise Die privaten Dollar- und Euroschulden können wegen des Währungsverfalls in vielen Schwellenländern nicht mehr bedient werden. Besonders sind davon die Mittelschichten betroffen. Das ist der höchste Stand seit 25 Jahren. So verschlingt hier der monatliche Schuldendienst allein mehr als 25 Prozent des Nettoeinkommens und schmälert dadurch den Konsum erheblich.

Der weitere Verlauf und die Auswirkungen der Entwicklung sind derzeit Januar noch nicht genau absehbar, am wenigsten wohl im Falle Chinas. Dort sind weitere Beeinträchtigungen des Konsums und der privaten Investitionen zu erwarten.

Die Staatsverschuldung der meisten Schwellenländer war in den Jahren vor der Finanzkrise war aufgrund der wachsenden Erlöse aus den Ölexporten gesunken. Sie war — bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt — im Vergleich zu den Industrieländern sogar recht gering Russland 18, China 41, Brasilien 65 Prozent, im Vergleich zu Deutschland 75 und Japan Prozent. Zumal wenn die Kredite in Hartwährungen aufgenommen wurden und die Exporterlöse sinken, führt dies durch den Währungsverfall zu Haushaltskrisen und inflationären Entwicklungen.

Etwa ein Viertel aller Dollarschulden ca. Das im Jahr sinkende Bruttoinlandsprodukt in Algerien, Argentinien, Australien, Brasilien, Mexiko, Russland und der Türkei — in Venezuela hier schrumpfte die Wirtschaft bereits im dritten Jahr hintereinander — trug zur Erhöhung der relativen Schuldenlast dieser Staaten bei.

Zu optimistische Wachstumsprognosen durch die Geberländer, fehlende Bonitätsprüfungen, schlechtes Schuldenmanagement, Misswirtschaft und Korruption verschärften die Situation zusätzlich.

Die Importe der Schwellenländer gingen nicht nur bei Maschinen und Ausrüstungen zurück, sondern auch bei hochwertigen Konsumgütern v.

Afrikas Rohstoff- und Agrargüterexporte waren durch die sinkende Nachfrage Chinas und die Unterbrechung des Aufbaus von Infrastrukturen zur Rohstoffgewinnung besonders betroffen; aber auch die Förderung in Chile, Peru, Bolivien, Australien und Kasachstan ging zurück. Die oft vorhergesagte stärkere Verflechtung der Ökonomien der Schwellenländer untereinander zur Reduzierung ihrer Abhängigkeit von den Industrieländern [47] ist — mit Ausnahme der aktiven Rolle, die China z.

In Deutschland waren die Automobil-, Autozuliefer- und Elektroindustrie, der Maschinenbau, dessen Hauptabnehmer China ist, sowie die autonahe chemische Industrie betroffen. Shell stellte im September nach 10 Jahren die Tiefseebohrung in der Arktis ein. Auch andere Bergbausparten mussten ihre Investitionen abschreiben oder einige ihrer Minen verkaufen. Andere Bergbauunternehmen wie Anglo American konnten mit ihren Einkünften aus dem operativen Geschäft nicht einmal mehr ihre Kreditzinsen erwirtschaften; etwa die Hälfte der Die Tochtergesellschaft, die südafrikanische Anglo Platinum , verzeichnete wegen des Einbruchs des Platinpreises für erstmals hohe Verluste.

Auch der staatliche chilenische Kupferkonzern Codelco , der mit etwa 25 Prozent zu den Staatseinnahmen beiträgt, litt unter sinkenden Erlösen und stark steigenden Abbaukosten.

Ebenso sanken in Brasilien die Exporterlöse der Eisenerzminen. Rio Tinto stellte bereits kurz nach Beginn der Förderung im Sommer den weiteren Ausbau der Kupfer- und Goldlagerstätte Ojuu Tolgoi in der Mongolei ein, deren Erlöse ein Drittel des mongolischen Bruttoinlandprodukts ausmachen sollte. Das Land hatte sich in Erwartung des Booms stark verschuldet und stand kurz vor dem Staatsbankrott. Während die multinationalen Ölkonzerne von bis nach Berechnungen der Boston Consulting Group ihre Explorationsausgaben von 25 auf fast Milliarden US-Dollar vervierfacht und ihre Schulden verdreifacht haben, blieb das Volumen neu erschlossener Reserven in dieser Zeit unverändert bei 20 Milliarden Barrel Öläquivalent.

Einige europäische Banken zogen sich aus asiatischen Bankplätzen wie Singapur zurück. Die in den letzten zehn bis zwanzig Jahren stark angewachsenen Mittelschichten dieser Länder haben durch Inflation, geplatzte Immobilien- und Börsenblasen sowie das Durchschlagen der Krise auf den Arbeitsmarkt Mühe, ihren Wohlstand zu halten, wenn es nicht zu einem schnellen Wiederanstieg der Rohstoffpreise kommt.

In Brasilien stieg die Arbeitslosigkeit von Ende bis Ende von etwa 5 auf 8, in Venezuela von 8 auf 14 Prozent. In vielen Ländern werden der Übergang zu einer offenen Wirtschaft und der Wachstumsoptimismus in Frage gestellt.

Die Krise hat die Glaubwürdigkeit westlicher Wirtschaftskonzepte untergraben. Das gilt insbesondere für die arabische Welt und Afrika, wo die Zeit des Rohstoffbooms nicht nachhaltig genutzt wurde. Seit hat eine auch durch Kriegswirren bedingte Abwanderung von Angehörigen der Mittelschichten aus dem arabischen Raum eingesetzt.

Hinzu kommen Einbrüche in der Tourismusindustrie, die vor allem Ägypten und Tunesien trafen. Mit der Verschärfung der Krise der Staatsfinanzen nahm die politische Instabilität der Golfregion zu.

Dadurch verringerten sich die Überweisungen in ihre Heimatländer — allein für Indien handelt es sich um einen Betrag von ca. Der hochregulierte, durch Quotensysteme geprägte Arbeitsmarkt Saudi-Arabiens ist besonders von der Krise betroffen. Dort wird wegen der wegfallenden Subventionierung vieler Arbeitsplätze und der Einkommensverluste der Führungselite wie der Mittelschichten eine weiter steigende Arbeitslosigkeit vor allem unter den ca. Es droht trotz intensiver Suche nach Exportmöglichkeiten für alternative Rohstoffe und Produkte nicht ölabhängiger Industrien z.

In Südamerika scheiterten Regierungen, die sich als unfähig erwiesen, adäquat auf das Ende des Rohstoffbooms zu reagieren, in Venezuela, Brasilien und Argentinien; oder bei Wahlen setzten sich wirtschaftsfreundliche Kandidaten durch wie der frühere Wall-Street-Banker Pedro Pablo Kuczynski in Peru.

In China, in Russland und in der Türkei, aber z. Der Zinkpreis stieg gegenüber seinem Fünfjahrestief im Januar bis Juli um etwa 50 Prozent; der Kupferpreis, der im Juli erstmals wieder seinen Stand von erreichte, [70] verteuerte sich um weitere 20 Prozent. Auch die Preise für Aluminium und Wolfram stiegen wieder an. Im Verhältnis zur fast stagnierenden europäischen Wirtschaft erscheinen daher die Schwellenländer vielen Investoren seit Frühjahr — insbesondere nach dem Brexit -Referendum — wieder als interessante Anlagefelder.

Industrieländer 1,6 Prozent und prognostizierte für ein Wachstum von 4,5 zum Vergleich 1,9 Prozent. Die gestiegene Investitionsbereitschaft wurde allerdings durch die Ankündigungen Donald Trumps , er werde hohe Einfuhrzölle auf Importe aus Mexiko und anderen Ländern erheben, sowie durch politische Unsicherheit in der Türkei und Brasilien gebremst.

Unter einer möglichen Abschottung des US-Marktes dürften vor allem Mexiko und einige andere lateinamerikanische Länder und andere stark exportorientierte Länder wie Thailand oder Südkorea leiden. Auch in Indien wuchs eine Kreditblase. Die indische Finanzindustrie wird immer wieder durch Betrugs- und Korruptionsskandale erschüttert.

Der Palmölpreis fiel im Sommer auf den niedrigsten Stand der letzten zwei Jahre. Von diesen Tendenzen waren u. Unter dem Kaffeepreisverfall September — September ca. Mexiko, Guatemala, Brasilien und Kolumbien. Hinzu kam in vielen Ländern eine steigende Privat- und Unternehmensverschuldung in Fremdwährungen.

In der Türkei mit ihrem steigenden Leistungsbilanzdefizit waren im Sommer die kurzfristigen Verbindlichkeiten höher als die Devisenreserven. Von bis Mitte begünstigte ein langfristig steigender Ölpreis [9] die norwegische Ölindustrie und machte Norwegen zu einem sehr wohlhabenden Land.

In den er Jahren ereigneten sich auch Unglücke auf Bohrinseln in der Nordsee. Sie kenterte, von den Mann Besatzung ertranken Die Produktionskosten galten damals als vergleichsweise hoch. Das geförderte Öl ist von hoher Qualität. Die meisten Plattformen befinden sich im britischen Sektor der Nordsee, gefolgt vom norwegischen, dem niederländischen und dem dänischen Sektor. Das norwegische Staatsunternehmen Statoil erhält per norwegischem Gesetz mindestens 50 Prozent der Anteile an Ölfeldern, die im norwegischen Sektor liegen.

Im deutschen Sektor befinden sich nur zwei Plattformen, es handelt sich bei ihm um den am wenigsten erschlossenen Sektor in dieser Hinsicht. Die Zahl der Regierungen, die einen wirtschaftspolitischen Kurs von Liberalisierung und Privatisierung verfolgten, stieg.

Die Finanzmärkte wurden volatiler, der Druck auf Energieunternehmen wuchs. Diese reagierten durch Fusionen und Zusammenschlüsse. BP war damals der wichtigste Produzent im britischen Sektor, während Amoco sich vor allem auf der norwegischen Seite der Nordsee etabliert hatte. Ähnlich verhielt sich die Situation beim nächsten Zusammenschluss: Exxon war ein bedeutender Player im britischen Sektor, während Mobil sich auf den norwegischen Teil der Nordsee konzentriert hatte.

Norwegen und Dänemark sind dabei Netto-Exporteure, während das Vereinigte Königreich das erste Mal seit wieder mehr Erdöl importieren musste, als es exportieren konnte.

Seitdem die zentrale Nordsee als erschlossen gilt und dort keine Funde mehr erwartet werden, beginnen die Ölfirmen sich in Richtung des Kontinentalhangs und damit in tieferes Wasser zu orientieren. Es dauerte allerdings, bis BP das Foinaven -Feld und damit das erste Tiefwasserfeld der Nordseeregion entdeckt hatte. Kurz darauf folgten Schiehallion und Loyal. Ebenfalls müssen nicht mehr rentable Infrastrukturen abgebaut werden und Bohrlöcher sicher verschlossen werden.

Im britischen Teil der Nordsee müssen beispielsweise ca. Insgesamt wird von Gesamtkosten zwischen 70 und Mrd. Der Nordseeboden ist weitgehend entlang des Mittellinienprinzips aufgeteilt, nach dem die Grenzen am Meeresboden auf einer gedachten Mittellinie zwischen zwei Küstenstaaten liegen. Eine Ausnahme bildet der deutsche Bereich, zu dem der zusätzliche Entenschnabel gehört und der so bis in die Mitte der Nordsee reicht.

Nachdem unter der Nordsee Bodenschätze gefunden wurden, nahm Norwegen die Rechte der Continental Shelf Convention für sich in Anspruch, der sich die anderen Staaten anschlossen. Zwischen den Niederlanden, Deutschland und Dänemark wurde der Boden nach langwierigen Auseinandersetzungen und einem Spruch des Internationalen Gerichtshofs [17] anders verteilt, da Deutschland aufgrund der Form seiner Küste sonst nur einen sehr kleinen Teil Boden im Verhältnis zur Küstenlinie bekommen hätte.

Obwohl alle fünf Förderstaaten westliche Demokratien sind, vier davon EU-Mitglieder, und sie in diversen anderen internationalen Organisationen zusammenarbeiten, gibt es bisher kaum internationale Kooperation zwischen den Regierungen.

Bisher gab es für jeden Einzelfall einen eigenen Vertrag. Einige Blöcke sind in Unterblöcke unterteilt. Die Regierung vergibt Lizenzen in periodischen mittlerweile jährlichen Zeitabständen, zur Förderung neuer Firmen schreibt die Regierung teilweise Promotionslizenzen aus, die leichtere Bedingungen enthalten als bei der normalen Vergabe.

Staatliche Einflussnahme gab es nur über die Regulierung und traditionell enge Beziehungen zwischen dem britischen Staat und einzelnen Akteuren wie BP. Das britische Industriezentrum liegt im schottischen Aberdeen. Die erste fand statt, bis ins Jahr hatten insgesamt 20 Runden stattgefunden. Das Zentrum der norwegischen verarbeitenden Industrie liegt in Stavanger ; die erste Ölfirma siedelte sich ironischerweise in einer unrentabel gewordenen Heringsfabrik an.

In Norwegen ist die Förderung mittlerweile so organisiert, dass Design, Bau und Aufbau der Ölplattformen von unabhängigen Unternehmen geleistet wird, die dann das fertige Ölfeld an die eigentlichen Ölförderer übergeben. Im Fall der Gulfaks-Plattform beispielsweise schrieb Statoil insgesamt 1. Die südlichen Ausläufer des öltragenden Spaltensystems reichen bis in den dänischen Sektor hinein. Hier finden sich Quellgesteine aus dem Oberjura , die lokal auch Reservoire in darüberliegender Kreide und in Sandstein aus dem Paläogen gebildet haben.

Insbesondere die in Schichten der Kreide enthaltenen Vorräte sind nur aufwändig zu fördern. Unternehmen können sich jährlich für eine bestimmte Konzession bewerben. Ölproduktion im dänischen Sektor findet seit statt. Die Gasförderung begann und wird gegen ihren Höchststand erreichen. Schätzungen gehen davon aus, dass diese Fördermenge bis etwa aufrechterhalten werden kann.

Die Niederlande und Deutschland haben ein gemeinsames Feldmuster. Das Hauptfördergebiet der Niederlande besteht aus tiefliegender Kohle des Karbon, die durch einen natürlichen Verkokungsprozess in Gas umgewandelt wurde. Das Gas stieg auf und setzte sich in höherliegenden Gesteinsschichten aus dem Perm und teilweise Sandstein aus der Trias ab. Salzschichten aus dem Perm bildeten oft einen Abschluss nach oben.

Die niederländischen Regierungen verfolgten von Anfang an eine Politik des langsamen Verbrauchs. Die Unternehmen produzierten weit weniger Gas, als technisch und ökonomisch möglich gewesen wäre, um den Bestand der Vorräte länger zu erhalten.

Die Gesteinsschichten, die im niederländischen Sektor Gas beinhalten, setzen sich weiter nach Osten fort und liegen auch unter Deutschland. Hier allerdings handelt es sich um schon lange erschlossene Festlandsvorräte.

Diese Vorräte sind vergleichsweise klein und haben keine Auswirkungen auf den internationalen Ölmarkt. Die Kosten für den Markteintritt sind selbst für die kapitalintensive Branche sehr hoch. Die Umweltbedingungen insbesondere in der nördlichen Nordsee stellen hohe Anforderungen, Sicherheits- und Umweltstandards in europäischen Gewässern sind vergleichsweise hoch, und das Risiko, nichts zu finden, ist im Vergleich zu anderen Öl- und Gasgebieten hoch.

Die Summen müssen einige Jahre bereitgestellt werden, bevor ein Feld ausreichend produziert, um kostendeckend und dann mit Gewinn zu arbeiten, [24]. Aufgrund der Randbedingungen waren die Förderoperationen in der Hochzeit des Nordseeöls Ende der er Jahre vergleichsweise konzentriert. Zwar hielten allein im britischen Sektor insgesamt Unternehmen Lizenzen, nur 75 davon produzierten tatsächlich Gas oder Öl.

Seit den späten er Jahren sind zwei gegenläufige Trends erkennbar: Auf der anderen Seite bieten die technisch anspruchsvolleren Bedingungen auch zahlreiche Möglichkeiten für hochspezialisierte kleinere Unternehmen, die bestimmte Nischen besetzen können. Während sich im britischen Sektor seit zahlreiche kleinere Unternehmen etablieren konnten, hat im norwegischen Sektor seit eine Zentralisierung stattgefunden. Die Ölförderung in der Nordsee ist vergleichsweise aufwändig.

Das Wetter der Nordseeregion stellt hohe Anforderungen an das Material. Ein dominantes Hoch über den Azoren und ein dominantes Tief über Island sorgen für instabiles Wetter. Offshore-Bauarbeiten sind so nur in den Sommermonaten möglich.

Die Öl- und Gasvorräte befinden sich meistens mehrere Kilometer unter dem Meeresboden. In der Nordsee befindet sich nur eine internationale Pipeline für Rohöl. Weit umfangreicher ist das Gasnetz.