Buch der Synergie

 


Dann folgen die Gewandelten, also Vampire, die durch den Vampirbiss von einem Menschen zu einem Vampir gewandelt werden. Jede gesunde Zelle zeichnet sich durch einen aktiven Ionentransport aus. Am Anfang waren die Priester natursymphonie

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Dafür waren mehrere Gründe verantwortlich: Dann jedoch brach der irakische Widerstand nicht der der Milizen schnell zusammen. In den frühen Morgenstunden des 3. Der Flughafen der Stadt wurde am 4. April rückten die US-amerikanischen Truppen erstmals ins Stadtzentrum vor. Es fand zwar kein Häuserkampf statt, wie befürchtet worden war, dennoch erlitt die irakische Seite schwere Verluste.

Die Streitkräfte des Irak beschränkten sich auf eine überwiegend passive Vorgehensweise mit vielen Defensivbauten wie Gräben und paramilitärischen Aktivitäten. Bagdad konnte ab diesem Zeitpunkt dennoch als offene Stadt gelten. Die US-amerikanischen Streitkräfte brachten die Stadt innerhalb der nächsten vier Tage weitgehend unter ihre Kontrolle, danach kam es auch weiterhin zu geringeren Kämpfen.

Am Nachmittag des 9. Dieses Bild steht symbolisch für das Ende des Irakkrieges. Bush den Irakkrieg für beendet. Trotzdem kam es immer wieder zu verheerenden Anschlägen, von denen nicht nur die US-Truppen, sondern auch die irakische Bevölkerung betroffen war. Durch das Gerücht, ein Selbstmordattentäter sei in der Menge, entstand Panik, wodurch hunderte Menschen erdrückt und niedergetrampelt wurden oder in den Tigris stürzten; bei dem Unglück kamen 1.

Aufgrund dieses Vorfalles wurde eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. September wurden bei der Explosion einer Autobombe inmitten einer Gruppe Arbeitssuchender, Menschen getötet und Dutzende verletzt.

August starben bei einem Anschlag auf das Innenministerium 13 Menschen. Das Attentat galt den Polizeichefs aller 18 Gouvernements des Landes, die sich in dem Gebäude in der irakischen Hauptstadt aufhielten. November wurden bei der nahezu gleichzeitigen Explosion von sechs Autobomben im Stadtteil Sadr-City Menschen getötet und verletzt. Februar brachte ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen inmitten eines belebten Marktes zur Detonation, wobei Menschen starben und mehr als verletzt wurden.

Nach ersten Pressemeldungen kamen dabei mindestens zwei Abgeordnete ums Leben. Einige Stunden zuvor war bereits bei einem Selbstmordanschlag, dem ebenfalls mehrere Menschen zum Opfer fielen, eine wichtige Tigris-Brücke in Bagdad, die Al-Sarafija-Brücke , zerstört worden. April , trafen fünf weitere Anschläge die irakische Hauptstadt.

Insgesamt forderten die Attentate über Todesopfer. Seit dem offiziellen Ende des Irakkrieges im Mai sind erheblich mehr US-Soldaten durch Anschläge, sowohl von Widerstandsgruppen wie auch von islamistischen Terroristen, umgekommen als durch die Kriegshandlungen zuvor. Zahlreiche Opfer forderten die Angriffe auch unter der Zivilbevölkerung.

Auch Vertreter der mehrheitlich von Schiiten und Kurden getragenen irakischen Regierung wurden wiederholt zum Ziel von Anschlägen. Die Terrorgruppe al-Qaida verfolgt anscheinend die Strategie, einen Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten zu provozieren, um so zu verhindern, dass der Irak eine staatliche Ordnung findet. Insbesondere die Hauptstadt Bagdad ist von den Auseinandersetzungen betroffen. Dort wiesen die meisten Toten zudem Folterspuren auf. Er sollte in Form eines Ringes aus wassergefüllten und mit Stacheldraht gesicherten Gräben, sowie Barrieren, Zäunen und verstärkten Kontrollposten um die Hauptstadt errichtet werden.

Oktober starben Personen, als zwei Autobomben am Justizministerium und am Gouverneurssitz detonierten. Dezember forderte eine Serie von Anschlägen auf das Innenministerium, das Arbeitsministerium, ein Kunstinstitut und ein Gerichtsgebäude Todesopfer. April starben bei einer Anschlagsserie auf ausländische Botschaften, darunter auch die deutsche, 50 Menschen.

Aufgrund der hohen Geburtenrate und der starken Landflucht ist die Bevölkerung von Bagdad besonders in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sehr stark gewachsen. Lebten erst Bis verdoppelte sich diese Zahl auf 2,9 Millionen. Durch die eng gezogenen Stadtgrenzen ist die Bevölkerungszunahme in der Stadt inzwischen deutlich abgeschwächt, diese findet vor allem in den zahlreichen Vororten statt, die inzwischen mit zusammen etwa 6,4 Millionen Einwohnern bevölkerungsreicher sind als die Stadt selbst.

In der Metropolregion Bagdad leben insgesamt 11,8 Millionen Menschen Auch einige Sudanesen bewohnen die Millionenmetropole. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Übersicht beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne Vorortgürtel. In der Hauptstadt wird das irakische Arabisch gesprochen, ein Dialekt des Arabischen. Das Hocharabische ist seit der arabischen Eroberung im 7.

Der Religionsunterricht findet auf Arabisch statt. Die Verwendung moderner Sprachen im Gottesdienst ist umstritten. Die kurdische Minderheit spricht Kurmandschi , Sorani und Südkurdisch. Verbreitetste kurdische Schriftsprache ist Sorani. Die gewachsenen Spannungen führten zu Terrorangriffen und Vertreibungen von Sunniten und Schiiten gegeneinander.

Da die ethnischen Säuberungen weitgehend abgeschlossen sind, sank auch die Gewalt im Jahre zwischen den religiösen Gruppen. Ein Grund dafür ist, dass es kaum noch heterogene Stadtviertel gibt, so dass Anschläge eine aufwendigere Planung benötigen. Durch Vertreibungen der sunnitischen Bevölkerung sank deren Anteil bis auf 20 bis 25 Prozent, der Anteil der Schiiten stieg entsprechend auf 75 bis 80 Prozent.

Etwa die Hälfte der Christen im Irak lebt in Bagdad. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bis März bei rund zehn Prozent, sank wegen der Krise im Irak bis auf etwa fünf Prozent. Die politischen Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten eröffneten den Christen keine sicheren Perspektiven.

Es führt das altkirchliche Katholikat von Seleukia-Ktesiphon fort. Es wurde am 6. September zum Bistum und am August zum immediaten Erzbistum erhoben. Ihre Kathedrale ist die St. Die Erzeparchie Bagdad ist ein Erzbistum der mit der römisch-katholischen Kirche unierten armenisch-katholischen Kirche.

Juni gegründet, besitzt die Erzeparchie keine Suffragane. Ihre Angehörigen werden, besonders in der Diaspora , gerne Aramäer genannt.

Die jüdische Bevölkerung, die einst eine bedeutende wirtschaftliche, kulturelle und politische Rolle im öffentlichen Leben einnahm, hat den Irak fast vollständig verlassen. Als die Regierung den Zionismus am Juli zum Kapitalverbrechen erklärte, lebten im Land März wurde der jüdischen Bevölkerung unter Aufgabe der irakischen Staatsbürgerschaft die Ausreise erlaubt.

Ein Jahr später, am März , fror die Regierung das Eigentum der Emigranten ein und sperrte deren Bankkonten. Juli wurden sechs der letzten 34 Juden aus Bagdad nach Israel ausgeflogen. Bagdad wird vom Stadtrat und dem Gouverneur des gleichnamigen Gouvernements regiert, der vom irakischen Präsidenten ernannt wird. Der Gouverneur ist gleichzeitig Bürgermeister der irakischen Hauptstadt. Der erste Stadtrat nach dem Einmarsch der US-Truppen wurde im Juli , noch unter amerikanischer Anleitung, indirekt von allen Stadtbezirken gewählt.

Das rein irakische Gremium hat 37 Ratsmitglieder. Bürgermeister und Gouverneur von Bagdad ist seit Sabir al-Isawi. Sein Vorgänger im Amt, Ali al-Haidari , starb am 4. Januar bei einem Attentat. Auf Al Haidari war bereits im September ein Sprengstoffattentat unternommen worden, das er überlebte. Bagdad spielt seit jeher eine wichtige Rolle im kulturellen Leben des Landes. Die Hauptstadt ist die Heimat von Schriftstellern, Musikern und bildenden Künstlern, sie zieht die begnadetsten Künstler klassischer und moderner Musik sowie Tanz- und Theaterkunst des ganzen Landes an.

Zu den wichtigsten kulturellen Institutionen gehört das gegründete Irakische Nationalorchester. Proben und Aufführungen waren während des Irakkriegs kurz unterbrochen, haben sich aber seitdem wieder normalisiert. Seit reisten Theatertruppen aus Europa nach Bagdad, um vor vornehmlich britischem Publikum zu spielen. Jahrhundert begannen irakische Schriftsteller Theaterstücke zu schreiben. Das Irakische Nationaltheater wurde während der Invasion geplündert, nach Renovierungsarbeiten konnte es wieder öffnen.

In den Theaterhäusern der Stadt werden Stücke irakischer, indischer, türkischer, syrischer und ägyptischer Autoren aufgeführt. Bedeutende Museen sind das nach längerer Umbauzeit im April wieder eröffnete Nationalmuseum und das einzige erhaltene Stadttor von Bagdad heute ein Waffenmuseum.

Im Gefolge der Eroberung Bagdads durch die US-amerikanischen Streitkräfte im Irakkrieg wurden zahlreiche historisch wertvolle Kulturgüter der Stadt durch Kampfhandlungen oder Plünderungen vernichtet oder beschädigt; insbesondere fiel die Nationalbibliothek einem Brand zum Opfer, bei der vor allem Archivalien aus Saddams Husseins Regierungszeit zerstört wurden und das Nationalmuseum geplündert.

Die eintreffenden US-Truppen griffen nicht ein. Ein Teil der zunächst vermissten und geplünderten Kulturgüter kam seit dem Krieg wieder zum Vorschein. Die amerikanischen Behörden haben nach eigenen Angaben viele aus dem Nationalmuseum in Bagdad stammende Manuskripte und Kunstgegenstände sichergestellt.

Andere Objekte waren von den irakischen Behörden in Kellern des Nationalmuseums verborgen oder in andere Gebäude ausgelagert worden teilweise schon beim zweiten Golfkrieg und überdauerten die Wirren. Die Altstadt auf der linken Seite des Tigris wurde durch die Errichtung vieler Hochhäuser umgestaltet. Zu den wenigen erhalten gebliebenen Bauwerken gehören unter anderem die Ruine des Bab al-Wastani, der Abbasidenpalast erbaut , die Medrese Mustansirijah und Marjanmoschee Die Moschee, um fertiggestellt, beherbergt die Gräber des siebenten und neunten Imams.

Das höchste Bauwerk im Irak ist der Fernsehturm Bagdad. Das moderne Stadtzentrum, Karch, befindet sich auf der westlichen Seite des Tigris.

Mehrere Brücken, die nach der Bombardierung im Jahre wieder aufgebaut wurden, verbinden es mit dem historischen Stadtzentrum Rusafah. In Karch liegen zwischen hohen Wohngebäuden die meisten Ministerien und der Hauptbahnhof. Hier hatte seit März die Koalitions-Übergangsverwaltung ihren Sitz.

Juli wurde die neugebildete Irakische Übergangsregierung mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben betraut. Januar den Beginn der Operation Desert Storm meldete. Die 24 Tonnen schweren Klingen wurden aus eingeschmolzenen Gewehren und Panzern von getöteten irakischen Soldaten erbaut.

Den Sockel zieren iranische Helme mit Einschusslöchern. Mit den Grabmälern des fünften und sechsten Imams der Schiiten wurde die Moschee ein bedeutender Wallfahrtsort. Die Bombardierungen der Alliierten und die Plünderungen durch die Bevölkerung überlebten nur 35 Tiere.

Die Tiere wurden erschossen, gestohlen und verspeist, einige starben auch, da sie tagelang ohne Nahrung und Wasser blieben. Entlaufene Tiere wurden später wieder eingefangen oder auf dem örtlichen Markt zurückgekauft. Tierschützer und Militärs bauten den Zoo wieder auf. Auch gibt es einen künstlichen See, wo Bootsfahrten unternommen werden können. Nicht weit vom Zoo entfernt liegt der Lunapark. Der Vergnügungspark besitzt ein kleines Riesenrad und Spielmöglichkeiten für Kinder.

Die Liga wurde eingeführt, zwischen und aber eingestellt. Allerdings nahmen bis nur Mannschaften aus Bagdad teil; erst ab war dies für Mannschaften aus dem ganzen Land möglich. Aufgrund des Irakkriegs wurde die Liga zwischen und ausgesetzt. Erfolgreichster Hauptstadtklub ist mit elf Landesmeistertiteln Al-Zawraa. Es ist mit einer Kapazität für Heimspielstätte des zweimaligen Landesmeisters Al-Shorta Polizei ist das 7.

Die Stadt hat auch eine lange Tradition im Pferdesport. Schon kurz nach der Einnahme der Stadt durch die Briten fanden die ersten Pferderennen statt. Es gibt aber auch Berichte vom Druck durch Islamisten, diese Tradition wegen des damit verbundenen Glücksspiels zu beenden.

Spezialitäten der Küche von Bagdad sind unter anderem Khouzi, eine reduzierte Version des traditionellen arabischen Festmahls, des gefüllten Lamms und Masgoof, ein am offenen Feuer gegrillter Fisch. Daneben wirkten vor allem der Gewürzhandel und die islamischen Speisevorschriften prägend, auch wenn letztere für die religiösen Minoritäten nicht bindend sind. In Bagdad entstanden schon früh spezialisierte Bereiche der Lebensmittelproduktion, die somit aus den Haushalten ausgelagert waren, etwa für Brot und Backwaren.

Wobei das Brot in vielerlei Formen fester Bestandteil jeder Mahlzeit ist. Es wird fast immer in Stücke gebrochen, statt es zu schneiden. Bagdad ist das industrielle Zentrum des Landes, in dem unter anderem Textil-, Holz-, Baustoff- und Nahrungsmittelindustrie sowie Ölraffination angesiedelt sind.

Weiterhin haben die Iraq Stock Exchange , welche am Juni eröffnet wurde, sowie die gegründete staatliche Erdölgesellschaft Iraq National Oil ihren Sitz in der irakischen Hauptstadt. Die Landwirtschaft im Umland produziert hauptsächlich Datteln und Gemüse. Nachdem alle ausländischen Erdölgesellschaften verstaatlicht wurden und die Ölkrise zu einem rasanten Anstieg der Erdölpreise führte, gab es ab Mitte der er Jahre einen Wirtschaftsboom in Bagdad.

Der Lebensstandard verschlechterte sich insbesondere aufgrund des Embargos in den er Jahren drastisch. Wegen der Zerstörungen im Irakkrieg und der folgenden Kämpfe zwischen Schiiten und Sunniten , die sich gegenseitig aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben, verloren mehrere hunderttausend Menschen ihr Zuhause.

Trotz eines leichten Rückgangs des Erdölverbrauchs im Zuge der jüngsten weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise werden nach wie vor etwa 35 Prozent des Primärenergieverbrauchs über diesen Rohstoff gedeckt. Erdöl dient zur Erzeugung von Elektrizität sowie zu einem wesentlichen Teil von Treibstoff für viele Verkehrs- und Transportmittel.

Auch in der chemischen Industrie findet es bei der Herstellung von Kunststoffen, Farbstoffen, Waschmitteln, Pharmazeutika und vielen weiteren chemischen Verbindungen Verwendung. Doch der fossile Rohstoff Erdöl steht nicht in unbegrenztem Umfang zur Verfügung. Es ist damit zu rechnen, dass die Erdölreserven den weltweiten Verbrauch noch bis Mitte des Ob die wirtschaftliche Verfügbarkeit gewährleistet werden kann, ist unsicher, da die Förderkosten und die zu erwartenden Umweltschäden zu hoch sind.

Erdöl-ein umstrittener Energielieferant http: Herausforderungen und Schwierigkeiten Die Konsequenzen der Erdölförderung erstrecken sich über mehrere Ebenen. Nicht zuletzt die Ereignisse im Golf von Mexiko im Jahr erinnern an die ökologisch schwerwiegenden Folgen, die in Verbindung mit der Erdölförderung einhergehen können. Häufig geht schon die Förderung mit massiven Belastungen für Mensch und Umwelt einher. Die damit einhergehenden sozialen Konsequenzen treffen vor allem die ländliche Bevölkerung der entsprechenden Regionen: Bauern werden ihres Landes beraubt und ganze Gemeinschaften verlieren ihre Lebensgrundlage und ihren Lebensraum.

Nicht selten reagiert die Zivilbevölkerung mit Aufständen auf die Verseuchung der ehemals nutzbaren Gewässer und die Zerstörung von Wäldern und Ackerland. Andere ölreiche Länder, die nicht Mitglied sind, sind allerdings nicht an diese Förderlimits gebunden und beeinträchtigen dadurch die weltweiten Erdölpreise und damit die Arbeit der OPEC.

Viele Regierungen übergehen bei Rohstoffförderung und -handel die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung. Die oft enormen Einnahmen begünstigen meist Korruption und Misswirtschaft. So sind die Regierungen zwar abhängig von den internationalen Konzernen, jedoch aufgrund des leicht verdienten Geldes weniger auf die Bevölkerung sowie steuerliche Einnahmen angewiesen.

Der Druck, sich für nachhaltige Wirtschaftskonzepte einzusetzen, die allen Menschen des Landes zugutekommen, schwindet. Dabei gibt es beispielsweise im Tschad Vereinbarungen zwischen Regierungen und der Weltbank, nach denen ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen aus der Förderung des Erdöls für Projekte im Bereich des Sozialen und der Infrastruktur verwendet werden soll und somit der gesamten Bevölkerung zugutekommt.

Allerdings werden diese Vereinbarungen seitens der Regierungen oftmals nicht eingehalten. Die Ölförderung und die damit zusammenhängende Korruption und ungerechte Gewinnverteilung trägt somit dazu bei, bereits vorhandene, nationale und internationale Konflikte zu vertiefen oder verlängern.

Wie auch aus anderen Rohstoffgewinnen bekannt, wurden und werden auch Erdöleinnahmen in einigen Ländern zur Finanzierung von Bürgerkriegen genutzt. In anderen Ländern, wie z. Nigeria, liefern sich die Regierung und bewaffnete Rebellengruppen im Nigerdelta erbitterte Auseinandersetzungen. Letztere besetzen Ölraffinerien oder Pipelines und fordern mehr Transparenz in den Erdöleinnahmen und eine bessere Beteiligung der Bevölkerung an den Einnahmen der Ölförderung.

Nigeria fördert seit Mitte der er Jahre Erdöl. Lange galt das Land als der führende Erdölproduzent Subsahara-Afrikas und stand auf der weltweiten Rangliste an siebenter Stelle.

Verschiedene Faktoren führten jedoch dazu, dass die nigerianische Erdölproduktion zurückging. Angeführt durch den nigerianischen Bürgerrechtler Ken Saro Wiwa organisierte sich im Ogoniland im Nigerdelta der Widerstand der Bevölkerung, die sich friedlich gegen die Umweltverschmutzung und für eine gerechtere Aufteilung der Einnahmen aus der Erdölförderung einsetzte.

Die Regierung schlug die Aufstände blutig nieder und so eine Spirale der Gewalt und der Kriminalität begann. Die Sicherheitsstandards im Nigerdelta sind oftmals sehr niedrig. Weitläufige Teile der ehemaligen Flora und Fauna scheinen unwiderruflich zerstört. Die ökologischen Schäden und das korrupte Verhalten der Regierung sind immer wieder Auslöser für Konflikte gewesen. Obgleich die Förderkapazität mittlerweile wieder gestiegen ist, entschieden sich in den vergangenen Jahren viele Erdölfirmen zunehmend für die kostenintensivere, aber sicherere Tiefseeförderung vor der nigerianischen Küste.

Die Regierung verhandelte im Jahr ein Abkommen mit den Rebellen aus, das ihnen finanzielle Zuwendungen und Ausbildung im Tausch gegen eine Niederlegung der Waffen anbot. Allerdings kommt es — nicht zuletzt aufgrund anhaltender Korruption - immer wieder zu Unruhen und teilweise blutigen Auseinandersetzungen.

Ein Gasbrand bei Oloibiri im Nigerdelta , Foto: Diese Gelder fehlen, um die Entwicklung des Landes weiter voranzutreiben. Doch die zunächst vorgesehenen Vereinbarungen zur Verwendung des Geldes wurden seitens der Regierung nicht eingehalten. Stattdessen plagt sich das Land mit Negativkonsequenzen für die Umwelt, die die Ölförderung mit sich gebracht hat. Auch die dortige Erdölförderung erregt durch die damit einhergehenden Schäden an Natur und Umwelt internationale Aufmerksamkeit.