São Paulo (Bundesstaat)

 

Gegen diese internationale Kontrolle von Finanz- und Wirtschaftspolitik Orient und Schwarzafrika schon früh ein wichtiges Handelszentrum. Karatschi; Karel.

Niedergang Brügges im Gleichzeitig sicherte der Turnus der Domherren den verschiedenen im Kapitel vertretenen Adelsfamilien einen gewissen dynastischen Einfluss und die Hoffnung, sich Kanonikate zu erhalten. Auch in Brügge wurde das Kontor durch gewählte Älterleute vertreten. Wie Sie dem Web-Tracking widersprechen können sowie weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

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Definitions of Panama-Stadt, synonyms, antonyms, derivatives of Panama-Stadt, analogical dictionary of Panama-Stadt (German)Amtssprache: Spanisch.

Was sich auch auf London auswirkt. Die einsetzende Industrialisierung lässt dann immer mehr Menschen in die Weltstadt ziehen; zu Beginn des Jahrhunderts hat London mehr als Und London wächst weiter. Über die historischen Stadtgrenzen hinaus.

Auch in technologischer Hinsicht: Auch der Städtebau hinterlässt in dieser Zeit bleibende Spuren: Es entstehen die "Houses of Parliament", "Trafalgar Square" sowie das "Victoria Embankment", und der heute nicht mehr existierende "Crystal Palace" wird rechtzeitig zur Weltausstellung "Great Exhibition" im Jahr fertig gestellt.

In der ersten Hälfte des Jahrhunderts müssen die Bewohner der britischen Hauptstadt zwei Weltkriege miterleben.

Während des Ersten sind die Verluste und Schäden durch deutsche Luftangriffe noch relativ gering, dafür trifft der Zweite Weltkrieg die Stadt umso schlimmer: Nach dem Krieg beginnt dann das Empire zu bröckeln: Der Londoner Hafen verliert dadurch zusehends an Bedeutung, die Arbeitslosigkeit wächst und führt zur Streikwelle des Jahres Aber die Stadt meistert auch diese Probleme und passt sich erneut an.

In den er Jahren entwickelt sich London zum vielleicht bedeutendsten Finanzmarkt weltweit, und in den nun nicht mehr benötigten Docks entsteht ein modernes und teueres Büroviertel.

London ist nun keine Machtzentrale eines weltweiten Imperiums mehr. London ist eine Weltzentrale der Finanz-, der Kultur- und der Theaterwelt. Begleiten Sie uns nun auf unserem Rundgang durch das Zentrum von London: Von Big Ben zur Westminster Abbey.

Zur Westminster Cathedral und zum Buckingham Palace. Nach Whitehall und zum Trafalgar Square. Zur Temple Church und zur Blackfriars Bridge. Auf dem Jubilee Walkway zum London Eye.

Interaktiver Stadtplan von London. Das fast kreisförmige Stadtgebiet hat einen Durchmesser von knapp 50 Kilometern. London hat knapp 8 Millionen Einwohner. Zudem sind Parkplätze kaum zu bekommen und Falschparker werden rigoros verfolgt. In den Häfen muss man auf die Fähren umsteigen. Er umfasst zwei unterschiedliche natürliche Regionen: Die Küstenregion ist die weniger ausgeprägte — schmal im nördlichen Abschnitt und besonders breit zum Süden hin, wo sie von der Baixada de Ribeira de Iguape eingenommen wird.

Innerhalb der Küstenregion treten Strände auf, Mangrovenwälder , isolierte massive Terrassen, woraus schroffe Klippen am Meeresufer resultieren mit relativ flachen Stränden.

Die Einwohnerzahl lag bei der Volkszählung bei ca. Die Bevölkerungsdichte betrug etwa Menschen pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung wurde zum 1. Juli auf Damit wird er etwa acht Prozent der gesamten Bevölkerung Lateinamerikas beherbergen. Einwohnerentwicklung seit [3]. Neben diesen Gemeinden war der Bundesstaat bis zusätzlich in 15 statistisch-geographische Mesoregionen und 63 Mikroregionen aufgeteilt.

Darüber hinaus kooperiert die Universität mit vielen städtischen Einrichtungen und Einrichtungen in der Stadt, wie zum Beispiel mit dem Rheinisch Westfälischen Wirtschaftsarchiv und vielen städtischen Kliniken. Der Ausbau der Universität begann mit dem Bau der Hörsaal- und Seminartrakte und des achtgeschossigen Seminar- und Bürohochhauses für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät von Wilhelm Riphahn zwischen und In dieser Fakultät hatte sich die Studierendenzahl zwischen und auf über nahezu verfünffacht.

Der Komplex des Klinikums mit den alten Gebäuden der Krankenanstalten Lindenburg wurde ab Frauenklinik bis Bettenhaus des Zentralklinikums modernisiert und erweitert. Der Ausbau und die Modernisierung der Hochschulgebäude wird bis in die Gegenwart fortgeführt.

Die Fassade des Hauptgebäudes zum Albertus-Magnus-Platz wird seit von zahlreichen Stahlriemen befestigt, die ursprünglich als Provisorium gedacht waren, um ein Herabfallen der Sandsteinplatten zu verhindern. Alle diese Anlagen liegen eingebettet in den Inneren Kölner Grüngürtel und bildeten so einen innenstadtnahen zusammenhängenden Universitätscampus, der dennoch im Grünen liegt.

Das Rektorat leitet die Universität. Es besteht derzeit aus dem Rektor als Vorsitzendem, drei Prorektoren und dem Kanzler. Der Rektor wird vom Hochschulrat gewählt; die erste Amtszeit beträgt mindestens sechs Jahre und weitere Amtszeiten mindestens vier Jahre.

Die Universität gliedert sich in die folgenden sechs Fakultäten: Innerhalb der einzelnen Fakultäten dominieren hinsichtlich der Anzahl der Doktoranden die folgenden Fächer: Germanistik und Kunstgeschichte bzw. Die Neuorganisation der Fakultäten wurde mit der Errichtung der entsprechenden Gremien formal zum 1. Besondere Förderung der Forschung. Der Sofja-Kovalevskaja-Preis ist überreicht worden an: Universitätspreis für herausragende Dissertationen. Das Drittmittelvolumen Drittmitteleinnahmen lag im Jahr bei 73,4 Mio.

Von diesem Betrag entfielen 12,4 Mio. Die Universität hat eine Reihe von Stiftungsprofessuren eingeworben, die zum Teil längerfristig, zum Teil für einige Jahre eingerichtet wurden, und dann in der Regel vom Land weitergetragen werden. Umfangreiche Informationen über das Gesamtspektrum der Forschungsprojekte enthält der Forschungsbericht der Universität.

Aufbauend auf ihrem breiten Fächerspektrum bietet die Universität eine Vielzahl an grundständigen, Aufbau- und Weiterbildungsstudiengängen, die im Internetangebot der Universität detailliert dargestellt sind. Das Projekt hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass es auch an den meisten anderen nordrhein-westfälischen Universitäten eingeführt worden ist.

Für die Internationalen Beziehungen der Hochschule Betreuung ausländischer Studierender und Gastwissenschaftler, Studienmöglichkeiten und Forschungsaufenthalte im Ausland, Hochschulpartnerschaften, internationales Marketing sind auf universitärer Ebene das Akademische Auslandsamt und auf Ebene der Fakultäten die Zentren für internationale Beziehungen zuständig zentral-dezentrales Organisationskonzept.

Das Amt wurde erstmals von Barbara Dauner-Lieb bekleidet. Die Universität zu Köln leitet dieses Konsortium. Die Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer stammten aus insgesamt Nationen. Die Universität zu Köln unterhält auf Universitäts- und Fakultätsebene 16 offizielle Hochschulpartnerschaften. Neben den offiziellen Hochschulpartnerschaften bestehen auf Ebene der einzelnen Fakultäten und Fachbereiche bald Kooperationen und Austauschbeziehungen mit renommierten Universitäten auf der ganzen Welt; das Akademische Auslandsamt AAA organisiert darüber hinaus einen in der Regel für alle Fächer offenen Studierendenaustausch mit circa 15 Hochschulen.

Im Jahr hat die Universität zu Köln die zentrale Vermittlung und Koordination der Beziehungen der nordrhein-westfälischen Hochschulen zu China übernommen.

Auszeichnung für die Betreuung ausländischer Studierender. Die Universität zu Köln wurde für ihr nach dem Vorbild des Zentrums für Internationale Beziehungen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Universität etabliertes zentral-dezentrales Organisationskonzept mit dem Preis des Auswärtigen Amtes für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender ausgezeichnet.

Davon entfielen ,2 Mio. Die Universität wurde für ihre erfolgreiche Gleichstellungspolitik mit dem Total E-Quality-Prädikat ausgezeichnet. Seit ernennt die Universität Persönlichkeiten, die sich um sie oder um die Forschung besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern der Universität. Ehrenbürger seit sind: Neben den Ehrenbürgern ernennt die Universität seit auch Ehrensenatoren. Bisher kam 44 Personen diese Ehre zuteil, darunter: Die Hochschule beschäftigt zur Zeit über Professoren davon über 60 Professorinnen.

Bekannte Persönlichkeiten, die in Köln gelehrt haben oder noch lehren, sind: Für eine weiterführende Recherche gehen Sie bitte auf die entsprechende Wikipediaseite. Mehr Informationen lesen Sie auf unserer Impressumseite. Das Kurfürstentum existierte von der Mitte des Jahrhunderts bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr und gehörte von an zum Kurrheinischen Reichskreis. Seine Kerngebiete lagen links des Rheins zwischen Andernach und Rheinberg. Das nordöstlich gelegene Vest Recklinghausen bildete eine kurkölnische Exklave.

Seine Haupt- und Residenzstadt war seit Bonn. Weitere wichtige Verwaltungszentren waren Neuss, Ahrweiler und Andernach. Entstehung von Bistum und Erzstift.

Schon vor dem Jahr war das römische Köln Sitz eines Bistums. Nach der Eroberung durch die Franken um wurde es zum Erzbistum erhoben. Viele alte Besitzungen wurden für die Ausstattung von Klöstern und Stiften abgegeben oder ging im Jahrhundert nach ihrer Vergabe als Lehen verloren. Die allmähliche Herausbildung der weltlichen Besitztümer und Rechte des Erzbistums zum Kurstaat hängt eng mit der des ottonisch-salischen Reichskirchensystems zusammen: Ein Teil dieses Herzogtums, ein etwa 25 Kilometer tiefer Streifen am linken Rheinufer, der von Rolandseck im Süden bis Rheinberg im Norden reichte, blieb den Nachfolgern Bruns als weltlicher Besitz, in dem sie die Landeshoheit ausübten.

Ihre Stellung als wichtige Stützen des Reichs und der Reichskirche nutzten sie, um sich gegenüber anderen rheinischen und westfälischen Machthabern wie den lothringischen Pfalzgrafen oder den Grafen von Werl zu behaupten. In dieser Zeit wurden die Macht der Ezzonen beschnitten und ihnen Siegburg genommen.

Im Jahr kamen auch Aspel und Rees am rechten Niederrhein hinzu. Ansätze zu einer festeren kölnischen Herrschaft im südlichen Westfalen gehen auf die Zeit von Friedrich I. Dieses Territorium wurde unter Erzbischof Philipp I. Die Erzbischöfe stiegen in dieser Zeit zur stärksten regionalen Macht auf. Im Rheinland wurde den Erzbischöfen endgültig die ripuarische rheinische Herzogswürde verliehen, die sie zur weiteren Bekräftigung ihrer Machtstellung nutzten.

Dazu kam um das Vest Recklinghausen. Allerdings gelang es den Kurfürsten von Köln nicht, die beiden getrennten rheinischen und westfälischen Landesteile zu einem geschlossenen Territorium zu vereinigen. Erzbischof Konrad von Hochstaden erweiterte das Erzstift nach Süden, in dem er ihm die Besitzungen seiner eigenen Familie hinzufügte, die mit ihm ausstarb. Da er sich früh gegen Kaiser Friedrich II. Der erklärte ihn und seine Nachfolger zu apostolischen Legaten qua Amt.

Hochstaden galt als Königsmacher, eine Machtstellung, die seine Nachfolger jedoch nicht behaupten konnten. Köln selbst gehörte damit nicht mehr zum Kurstaat, sondern galt fortan als Freie Reichsstadt mit Sitz und Stimme im Reichstag.

Schon Erzbischof Engelbert II. Seine Nachfolger residierten von bis zum Ende des Kurstaats hauptsächlich in Bonn. Jahrhundert war der weltliche Herrschaftsbereich des Erzbischofs zwar ein damals beachtliche Machtbereich, aber er war noch ein vorterritoriales Gebilde, ohne feste Grenzen. Es definierte sich im Wesentlichen noch über die Ausübung herrschaftlicher Rechte.

Der Beginn zur Ausbildung einer festen Landesherrschaft setzte in der ersten Hälfte des Zu dieser Zeit kam erstmals auch die Bezeichnung Stift für das erzbischöfliche Herrschaftsgebiet auf. Auch die verschiedenen Rheinzölle spielten für die Durchsetzung der Landesherrschaft eine wichtige Rolle. Dieses Gebiet wurde zum territorialen Kern des Herzogtums Westfalen. Massive Versuche auch das benachbarte Bistum Paderborn einzuverleiben scheiterten. Unterteilt war es in das Oberstift nördlich von Köln und das Unterstift südlich von Köln.

Jahrhundert das Land Linn bei Krefeld. Zur Zeit von Walram von Jülich fällt zwischen bis die systematische Einführung der Ämterverfassung.

Auf lokaler Ebene wurden Amtskellner zuständig für die Einnahme der Steuern eingesetzt. Richter und Vögte waren den Amtmännern für den Bereich der Justiz beigeordnet. Das Streben nach einem geschlossenen Territoriums und eine verfehlte Wirtschaftspolitik führten seit der ersten Hälfte des Jahrhunderts zunehmend zum Ruin und damit zeitweise zur politische Handlungsunfähigkeit Kurkölns. Zwar gab es noch kleinere territoriale Erwerbungen, insgesamt aber war die territoriale Entwicklung seit Mitte des Kurköln bestand aus einem etwa km langen und 25 km breiten Landstreifen am Rhein, der das eigentliche Kurfürstentum bildete, sowie aus dem Herzogtum Westfalen und dem Vest Recklinghausen.

Die hohe Verschuldung des Erzstifts durch Dietrich von Moers führten dazu, dass die Landstände im rheinischen und westfälischen Teil des Kurstaates Erblandesvereinigungen erzwangen.

Diese bildeten eine der zentralen Grundgesetze des Landes bis zu seinem Ende. Jeder neue Erzbischof hatte bei seiner Wahl die Bestimmungen zu beschwören. Sie schrieben unter anderem die Beteiligung des Domkapitels und der übrigen Landstände an zentralen politischen Entscheidungen, wie die Erklärung von Kriegen und die Bewilligung von Steuern fest.

Als erster hat Ruprecht von der Pfalz die Erblandesvereinigungen beschworen, sich bald aber nicht mehr dran gehalten. Nach der Gefangennahme durch hessische Truppen hat Rupprecht sein Amt aufgegeben. Er traf dabei auf Widerstand insbesondere aus Reihen des Domkapitels und der Kölner Universität, aber fand auch Unterstützung durch Grafen, Städte und Ritterschaft auf dem Landtag von Auch nach dem Scheitern von konnten sich im kurkölner Herrschaftsbereich Ansätze evangelischer Gemeinden halten.

In Städten wie Bonn, Kempen und Neuss und einigen Unterherrschaften konnte sich evangelisches Leben gestützt auf die lokalen Herrschaftsträger sogar stabilisieren.

Die folgenden Kurfürsten taten wenig, um den Protestantismus zurück zu drängen. Unter Salentin von Isenburg kam es zu einer Visitation, die zusätzlich zu den protestantisch gewordenen Gemeinden und Herrschaft in 40 von Pfarreien lutherische, Calvinistische oder täuferische Spuren feststellte.

Allerdings war nur eine kleine Minderheit der Pfarrer klar protestantisch. Gebhardt leistete Widerstand und wurde im Kölnischen Krieg besiegt. Nur in wenigen Gemeinden konnte sich die Reformation behaupten. Seit Ernst von Bayern wurde das Kurfürstentum zwischen und durchgehend von Erzbischöfen aus dem bayerischen Haus Wittelsbach regiert.

Dieses konnte so seinen politischen Einfluss im Nordwesten des Reiches erweitern. Zudem verfügte die Familie damit über einen Sitz im Kurfürstenkollegium.

In kirchenpolitischer Hinsicht kam es im wesentlichen erst unter Ferdinand von Bayern zu kirchlichen Reformen. Er hat insbesondere die Jesuiten, aber auch Kapuziner und andere Orden gefördert.

Seit war Köln einer päpstlichen Nuntiatur, die zu einem wichtigen Motor der Gegenreform und Kirchenreform wurde. Als Sekundogenitur der Wittelsbacher unterstützte Kurköln in der Regel die meist pro-französische und anti-habsburgische Politik der Herzöge und Kurfürsten von Bayern. Er verbündete sich mit Ludwig XVI. Dieses Politik führte zu einer starken Belastung des Staates. Gleichzeitig trieb Max Heinrich auch die kirchliche Reformpolitik voran. In die Zeit der wittelsbachischen Sekundogenitur fällt im Wesentlich auch die Modernisierung der staatlichen Spitze mit absolutistischen Tendenzen.

Erst unter Ferdinand von Bayern kam es unter Umgehung der Erblandesvereinigung im Jahrhundert zur Einführung eines ständigen Hofrates an dem auch das Domkapitel beteiligt wurde. Jahrhundert von wechselnden Bündnissen geprägt. Dabei spielten nicht zuletzt die Höhe der Subsidien eine Rolle.

In wirtschaftlicher Hinsicht, blieb die Entwicklung begrenzt. Dagegen entfalteten die Kurfürsten eine prächtige Hofhaltung. Vom Reich geächtet, musste er ins französische Exil gehen. Nach der Rückkehr hat er den Wiederaufbau Bonn und der kurfürstlichen Schlösser planen lassen, erlebte aber nicht mehr deren Vollendung. Sein Nachfolger Clemens August I. Er hat prachtvolle Schlösser und Gärten errichten lassen.

Insgesamt aber hat er die Einkünfte auch für eine übertriebene Hofhaltung, für Jagden verschwendet. Der neue Kurfürst hat eine energische Sparpolitik betrieben und die Akademie Bonn, seit Universität, gegründet. Unter Maximilian Franz von Österreich kam es im Sinn der katholischen Aufklärung zu zahlreichen Reformen in fast allen Politikbereichen aber insbesondere im Bildungswesen.

Die Universität in Bonn wurde ausgebaut, die Schulbildung und Lehrerausbildung verbessert. Das Ende des Kurstaats. Die rechtsrheinischen Territorien wurden als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert und auf die Herzogtümer Nassau und Hessen-Darmstadt sowie auf die Grafschaft Wied-Runkel aufgeteilt.

Damit endete die Geschichte Kurkölns drei Jahre bevor auch das Reich zu bestehen aufhörte. Bereits seit stand dem Erzbischof von Köln das Recht der Königskrönung zu, da die damalige Krönungsstadt Aachen in seiner Erzdiözese lag. Seit war er zudem Erzkanzler für Reichsitalien. Zusammen mit den beiden rheinischen Erzbischöfen von Trier und Mainz sowie mit dem Pfalzgrafen bei Rhein, dem Markgrafen von Brandenburg, dem Herzog von Sachsen und dem König von Böhmen bildeten sie das ursprünglich siebenköpfige Kurfürstenkollegium.

Dieses hatte seit dem Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des deutschen Königs. Der Kölner Erzbischof wurde vom Domkapitel gewählt.

Zur Erlangung aller bischöflichen und weltlichen Rechte bedurfte es aber der päpstlichen Bestätigung und der Belehnung mit den weltlichen Regalien durch den Kaiser. Darunter war auch die uneingeschränkte Gerichtshoheit. Im Inneren wurden die landesherrlichen Rechte jedoch erheblich von den Ständen, insbesondere vom Domkapitel, eingeschränkt. Bezeichnend war, dass der Kurfürst für die Einberufung eines Landtages der Zustimmung des Domkapitels bedurfte, umgekehrt konnte dieses notfalls ohne Zustimmung des Landesherren eine solche Versammlung einberufen.

Selbst grundlegende Veränderungen der Religion etwa die Einführung der Reformation bedurfte der Zustimmung der Stände. Zur Zeit von Clemens August I. Gleichzeitig wurde die Hofhaltung von den Regierungsbehörden stärker geschieden. An der Spitze des Hofes stand der Obrist-Landhofmeister. Unter ihm gab es mehrere Stäbe. Die alten aus dem Mittelalter stammenden Hofämter hatten nur noch repräsentative Funktionen und waren in hochadeligen Familien erblich.

Der Bonner Hof war im Jahrhundert der wohl prachtvollste in ganz West- und Norddeutschland. Allerdings standen die Kosten in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Staates.

Die Kurfürsten waren nicht selten zur Finanzierung auf Subsidien auswärtiger Mächte angewiesen, die dafür meist politische Gegenleistungen einfordern konnten.

Im Kurfürstentum Köln bildete das Domkapitel als 1. Stand das höchste Leitungsgremium des Bistums und des Erzstifts unter dem Erzbischof. Nach dessen Tod einen Nachfolger zu wählen war seine wichtigste Befugnis. Bis zum Ausgang des Mittelalters bestand es aus 72 Mitgliedern, von denen jedoch nur 24 wahlberechtigte Kapitulare waren.

Später sank ihre Zahl auf 24 wahlberechtigte Kanoniker und 24 Domizellare. Das Kapitel teilte sich in 16 Domgrafen oder Domherren und 8 Priesterherren auf. Nur Domgrafen durften die Ämter des Dompropstes, des Domdechanten, des Vizedechanten, des Chorbischofs, des Scholasters, des Diakonus senior und des Diakonus junior bekleiden. Um in das Domkapitel aufgenommen zu werden, mussten sie 16 regierende adlige Vorfahren väterlicher- und mütterlicherseits aufweisen und die Subdiakonenweihe empfangen haben.

Lediglich der Domdechant, der das Kapitel leitete, musste die Priesterweihe erhalten haben. Jahrhundert kamen zudem viele Domgrafen aus schwäbischen Familien, so dass das Kapitel von Landfremden beherrscht wurde.

Neben der Priesterweihe mussten sie spätestens seit dem Jahrhundert einen akademischen Grad in Theologie oder Jurisprudenz vorweisen. Da sie für gewöhnlich alle an der Domkirche residierten, waren sie den Domgrafen an Zahl meist überlegen, so dass sie das eigentliche politische Willenszentrum des Kapitels darstellten.

Da mehrere Kanonikate der Universität Köln inkorporiert worden waren, vergab sie diese zur Besoldung an ihre Professoren. Das Domkapitel ergänzte sich im Wesentlichen durch Kooptation. Der Erzbischof hatte auf die Zusammensetzung kaum Einfluss.

Bei allen Spannungen zwischen Kurfürst und Domkapitel bekleideten die Domherren oft auch wichtige weltliche Ämter im Kurstaat. Nach der Säkularisation wurde das Domkapitel auf 16 Stellen und zwei Dignitäten - Dompropst und Domdechant - beschränkt. Von diesen sind bis heute vier als nichtresidierende Domherren an der Domkirche tätig. Das Amt wurde im Jahrhundert geschaffen, da sich die Erzbischöfe meist nicht selbst um die Politik kümmerten. So war der Premierminister der eigentliche Regent.

Erst unter dem dem letzten Kurfürsten, Maximilian Franz von Österreich, der selbst die Regierungsgeschäfte wahrnahm, war das Amt nur noch ein nominelles. Der Premierminister wurde vom Erzbischof frei eingesetzt und bekleidete zumeist auch das oberste Amt am Hof, das des Obristlandhofmeisters. Wie in anderen Ländern des Reiches, so oblag auch in Kurköln die eigentliche Landesverwaltung in der frühen Neuzeit verschiedenen Rats-Kollegien.

Da ihre Aufgabenverteilung nie eindeutig von einander abgegrenzt wurde, kam es immer wieder zu Überschneidungen und Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gremien. Deren Mitglieder, die Räte, waren heutigen Staatssekretären vergleichbar. Man unterschied dabei zwischen wirklichen Räten, die sich tatsächlich mit der Politik des Landes befassten und den "normalen" Räten, welche ihren Titel ehrenhalber trugen und oftmals gegen Bezahlung erhalten hatten.

Die verschiedenen Kollegien waren: Sie waren von einander unabhängig und tagten jeweils für sich. Der wichtigste von ihnen war der Landtag des Erzstiftes, welcher für gewöhnlich im Bonner Minoritenkloster tagte. Er bewilligte dem Kurfürsten die Erhebung der jeweiligen Steuern und wurde von den Landständen von Westfalen und Recklinghausen als passiven Zuhörern besucht.

Im ausgehenden Mittelalter bildeten sich im eigentlichen Erzstift vier Landstände: Domkapitel, Grafen, Ritter und Städte. Danach begaben sich die Teilnehmer, nach Ständen getrennt, in ihre Sitzungszimmer. Während der ersten Woche verhandelte man vorrangig die Gravamina.

Hierbei handelte es sich überwiegend um Beschwerden über Verletzung der Rechte der Landstände durch die kurfürstlichen Regierungsorgane. Zur zweiten Phase, der Geldbewilligung, ging man erst über wenn der Kurfürst Resolutionen erlassen hatte, die den Forderungen der Landstände entsprachen.

Dies geschah nicht bei allen Ständen gleichzeitig, da sie unabhängig voneinander berieten. Nach der Frage der Geldbewilligung behandelte man Eingaben einzelner Untertanen. Bei den Abstimmungen unter Domherren, Grafen und Rittern galt das Mehrheitsprinzip, bei den Städten dagegen gab es erhebliche Unterschiede in der Gewichtung.

Hier zählte die Stimme einer Direktorialstadt alleine schon soviel wie die Stimmen aller Unterstädte zusammen. Die Meinungsbildung des Landtags erfolgte grundsätzlich von den niederen zu den höheren Ständen, also von den Städten über die Ritter und Grafen bis zum Domkapitel. Zunächst mussten sich die Städten mit den Rittern, dann die Ritter mit den Grafen und in einem letzten Schritt die Grafen mit den Domherren auf eine gemeinsame Haltung einigen.

Wich ein höherer Stand mit seiner Haltung in einer bestimmten Frage von den vor ihm abstimmenden Stände ab, so mussten diese erneut verhandeln. Das gesamte Procedere begann noch einmal von neuem. Kam wieder keine Einigung zustande, so teilte man dem nächsthöheren Stand bzw. Das umständliche Verfahren stärkte die höheren Stände bei der Durchsetzung ihrer Interessen.

Dem lag die allgemein verbreitete staatsrechtliche Vorstellung zu Grunde, dass das Land dem Landesherrn "unavoce", also mit einer Stimme, gegenüber treten müsse. Dort bewahrte sich der Landtag bis zum Ende des alten Reiches erheblichen Einfluss. Ein Amt war ein fest umschriebener Bereich. Hier hatte der Erzbischof die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit.

Von diesen Bereichen waren die in ihnen gelegenen Unterherrschaften und Herrlichkeiten ausgenommen. Oftmals waren in einem Amt nicht alle Verwaltungsämter besetzt und manchmal noch nicht einmal das des Amtmannes. Jener war oftmals zugleich Amtmann eines anderen, benachbarten Amtes. Für gewöhnlich stand an der Spitze eines Amtes der Amtmann, der jederzeit ablösbar war und bis zum Ende des Kurstaates stets aus dem Ministerialadel genommen wurde.

Oftmals schon zu frühen Zeiten in ihren Amtsgeschäften von Unteramtmänner vertreten, wurden seit dem Jahrhundert an ihre Stelle reguläre Amtsverwalter berufen. Hierbei behielten die Amtmänner jedoch den Titel eines solchen. Auch Rechtsfrieden, Sicherheit und Ordnung nach innen waren ihm unterstellt. In späteren Zeiten erhielt er auch ein festes Gehalt. Seit der Mitte des Jahrhunderts finden wir auch das Amt des Kellners. War er im Ursprung nur für den Unterhalt des Personals auf den Amtsburgen zuständig, so waren doch bald alle landesherrlichen Einkünfte seine Zuständigkeit.

Im Ursprung auch oft durch schriftkundige Geistliche verwaltet, gelangte die tatsächliche Amtsführung seit dem Jahrhundert häufig in die Hände eines treuhändlichen Verwalters. In den Unterherrschaften wurde die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit häufig durch einen Adligen, der für gewöhnlich nicht in anderen Territorien belehnt war, ausgeübt.

Die Unterherrschaft war keinem Amt unterworfen, sondern bildete ein eigenständiges Lehnsgebilde. So konnte der Erzbischof weder Bede noch Schatz als landesherrliche Steuern einfordern und lediglich eine lockere Schutzfunktion geltend machen. Auch ständige juristische Kleinkriege führten nicht zum erhofften Ziel einer vollen Landeshoheit des "Unterherren".

Entsprechend griffen die landesherrlichen Verordnungen des Erzbischofs, seine Edikte bezüglich Steuererhebungen, Jagdausübung, Gerichts-, Rechts-, Brüchten-, Polizei- und Taxenverordnungen auch hier.

Sie waren von der Bede, dem Schatz und den Dienstpflichten gegenüber dem Erzbischof als Landesherrn ausgenommen. Die Städte Kurkölns bildeten Gebietskörperschaften, denen durch Privilegien ein Recht auf eine weitgehend selbständige Erledigung ihrer Angelegenheiten zugestanden wurde. In der Erblandesvereinigung von wurde als Städte genannt: Erzbistum und Kurstaat Köln hatten folgendes Wappen: Es erscheint auch heute noch in einer Vielzahl aktueller Kreis- und Gemeindewappen auf dem Gebiet des ehemaligen Kurstaats und seiner Exklaven Westfalen und Vest Recklinghausen.

Ihm obliegt die Feier der Liturgie im Dom; zudem ist es als eigenständige juristische Person unter dem Bischof mit der Verwaltung der Diözese betraut. Die Ursprünge des Kölner Domkapitels liegen weitgehend im Dunkeln. Dem Betrieb des "Domklosters" gehörten in der Mitte des 9. Jahrhunderts über Personen an, die Handwerker nicht mitgezählt.

Alleine für die Domkirche gab es 23 Bedienstete, im Stift kamen dazu zwei Kellermeister, ein Küchenmeister, vier Köche, ein Bäcker, zwei Bedienstete für die Kleiderkammer, zwei Schlafsaalwärter Sie machten den jungen Kanonikern die Betten , vier Türsteher und zahlreiche andere.

Jahrhundert gab es noch, obwohl der Haushalt stark verkleinert war, 15 Laienpfründen. So gab es unter ihnen 24 Praelati in ecclesia und 20 einfache Pfründen.

Aus ihnen entwickelten sich später die 24 Domherren und die 20 Domizellaren. Es gab keine Beförderungen; man rückte mit dem Tode eines älteren auf. Je ein Kanonikat war dem Papst und dem Kaiser vorbehalten. Lediglich die Priesterkanonikate konnten mit "Bürgerlichen" besetzt werden.

Spätestens stand die endgültige Verfassung des Kölner Domkapitels fest. Es bestand nun aus 24 Kapitularen und 20 später 24 Anwärtern. Von den Kapitularen mussten 16 dem Hochadel des Reiches angehören, weshalb sie auch Domgrafen genannt wurden.

Die acht weiteren Kanonikate sollten an Priester mit akademischem Grad vergeben werden. Die Domizellare, also Anwärter, gehörten ebenfalls dem Hochadel an. Die Domgrafen mussten zumindest die Weihe zum Subdiakon besitzen. Höhere Weihen waren für sie nicht vorgeschrieben. Nachdem es zu einem Streit zwischen "Domgrafen" und Priesterherren gekommen war, in welchem die Domgrafen den Priesterherren das volle Kanonikerdasein absprechen wollten, kam es innerhalb des Kapitels zu keinem derartigen Streit mehr und die Priesterherren wurden als volle Kanoniker anerkannt.

Wie in vielen Kanonikerstiften, so begann auch im Hochmittelalter die Emanzipation der Kanoniker von den Prälaten. In zwei Schritten, nämlich und , wurde das Vermögen zwischen dem Dompropst und dem Domkapitel aufgeteilt. Wenn das Kapitel im Hochmittelalter die freie Wahl des Dompropstes gegen den Papst verteidigen konnte, so verlor sie doch zwei Kanonikate an die Universität Köln.

Regelte das Kapitel seine Nachfolge im allgemeinen selbst, so wurden die "Universitätspfründen", welche allesamt zu den acht Priesterkanonikaten gehörten, von der Universität verliehen. Diese gelangten und an die Universität. Der Zerfall der Vitacommunis gemeinsames Leben führte häufig zu einer mangelhaften Residenz der Domherren, welche oftmals an verschiedenen Kirchen präbendiert waren vgl.

Waren noch 15 Kanoniker 8 Domgrafen und 7 Priesterherren anwesend, so sank ihre Zahl bis auf fünf Domgrafen und sieben Priesterherren. Letztere bildeten in den folgenden Jahrhunderten meist das stabilere Element des Kapitels. Trotzdem konnte es im Koadjutorenvertrag von erstmals eine Wahlkapitulation vereinbaren. Dieser enthielt 15 Punkte, von denen neun Vergünstigungen für das Kapitel und den Klerus enthielt, sechs bezogen sich auf die Politik des Erzstifts.

Mit jeder Wahl wurde eine neue Wahlkapitulation erstellt. Doch alle hatten immer nur ein Ziel: Hierbei ging es nicht nur um Eigeninteressen, sondern auch um eine Absicherung des Kur-Erzstifts. Gleichzeitig verpflichtete es sich, vor der Wahl das Votum der Landstände einzuholen. Als dessen Nachfolger, Erzbischof Ruprecht von der Pfalz, sich jedoch zunehmend gegen die eigenen Landstände wandte er besetzte u. Hierbei wandte es sich offen von seinem Erzbischof ab und wählte den nachmaligen Erzbischof Hermann IV.

Diese auch kriegerische Auseinandersetzung ging unter dem Namen "Kölner Stiftsfehde" in die Geschichte ein. Besonders Johannes Gropper machte sich hierbei einen Namen. Da der Erzbischof jedoch noch vor der Wahlbestätigung verstarb, kam es nun zur Bischofswahl. Fürstenberg war ein enger Verbündeter des Königs von Frankreich und galt allgemein als "Reichsverräter".

Es kam zu einer Spaltung des Kapitels und die Anhänger des Kardinals schlossen sich mit diesem in Bonn ein. Die übrigen Domherren hatten sich bereits dem kaiserlichen Kandidaten angeschlossen. Die Einheit des Kapitels war wieder hergestellt. In seiner Endphase galt das alte Domkapitel als überaus konservativ und der Aufklärung gegenüber als sehr zugeknöpft.

So wurde es oftmals Zielscheibe "aufgeklärter" Kreise. Hierbei kam es zu Streitigkeiten. Obwohl die "Kölner" Kapitulare im Auftrag des Kapitels in Köln verblieben waren, wurde ihnen das als mangelnde Residenz angerechnet und man verweigerte ihnen die Pfründezahlungen. Denn, so die Aussage, Residenzhalten könne man lediglich in Arnsberg. Nach einigen Querelen konnte der Streit beigelegt werden. In Arnsberg wählte das Kapitel auch noch einen neuen Domdechanten und feierte diese Wahl ausgiebig mit Empfängen und Konzert.

Die Umstände der Zeit wurden ignoriert. Dieser lehnte jedoch aufgrund der politischen Lage ab und es blieb bei der Wahl eines Kapitularvikars, der bis zu seinem Tode in Deutz gegenüber dem Kölner Dom residierte und den rechtsrheinischen Rumpf der Erzdiözese verwaltete. Da nicht nur die Kathedrale verloren gegangen war, sondern auch die Einkünfte des Kapitels, suchte jeder Kanoniker sein Glück nun auf eigene Faust, und das Kapitel zerfiel.

Vakante Stellen wurden nicht mehr besetzt und lebeten noch acht Domgrafen und vier Priesterherren in alle Winde zerstreut. Bereits hatte man die Dompropstei mangels Einkünfte nicht mehr besetzt. Als es zur Wiedererrichtung des Kapitels kam und man den noch lebenden Kapitularen eine Stelle im "neuen" Domkapitel anbot, lehnte jeder von ihnen ab. Nachdem die Bulle De salute animarum das Kapitel wiederherstellte, gab es sich eigene Statuten. Neu war nun die Tatsache, dass die Domkirche eine Pfarrkirche war.

Auch jetzt galt, neben der Tätigkeit in der Bistumsverwaltung, der Chordienst in der Domkirche als Hauptaufgabe. Faktisch kam er jedoch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts fast gänzlich zum Erliegen.

Obwohl der Erzstuhl besetzt war, verhielt sich das Kapitel wie bei einer Sedisvakanz. Da der Papst diese Liste nach dem neuen Recht nur noch zu würdigen brauchte und das Kapitel davon ausging, dass er an die von ihnen genannten Namen gebunden sei, kam es nun zu Verwicklungen. Denn auf der zurückgesandten Dreierliste, Terna genannt, befand sich nun ein Name, welcher nicht auf der Liste des Kapitels befunden hatte. Hierauf weigerte sich das Kapitel zur Wahl zu schreiten und es kam zu einer Protestwelle deutscher Politiker und Theologen.

Für die Wahl musste jedoch noch der übliche Wahlmodus abgeändert werden, so dass auch eine Wahl mit relativer Mehrheit möglich werden konnte.

Der erste Prälat des Domkapitels war und ist der Dompropst. Ursprünglich mit der Verwaltung des Vermögens und der Reichung der Stipendia beauftragt, kam es und zur Teilung des Kapitelsvermögens.

Zukünftig hatte er sich aus der Vermögensverwaltung herauszuhalten, wofür die Propstei jetzt über ein eigenes Vermögen verfügte. Zugleich als Archidiakon für die Stadt Köln zuständig, konnte ihm das Kapitel auch nicht in diese Aufgabe hereinreden. Generell galt der Propst nicht als Kanoniker, weshalb er auch nicht zum Besuch der Kapitelssitzungen berechtigt war und nur auf Einladung erscheinen durfte. Dies hat sich in Köln jedoch nicht wirklich ausgewirkt, da das Kapitel die Wahl des Dompropstes in Händen hielt und immer einen Kanoniker zum Dompropst wählte.

Die Vergabe der meisten Eigenkirchen und Lehen konnte er behalten. Da die Säkularisation die Einkünfte des Domkapitels stark beeinträchtigte, besetzte es das Amt seit nicht mehr und vermietete die Räumlichkeiten der Dompropstei. Von bis wurde die Stelle des Dompropstes nicht besetzt, da sich der Erzbischof gegen den königlichen Kandidaten Nikolaus München sperrte.

Zwar erhielt München letztendlich die Propstei, doch musste er einen hohen Preis dafür zahlen. Der letzte Dompropst, der durch die Regierung ernannt worden war, Arnold Middendorf, gehörte überhaupt nicht dem Kölner Klerus an. Er war Militärpfarrer und bewarb sich um diese Stelle. Kardinal Johannes von Geissel erwirkte dem Dompropst die Pontifikalien.

Der Domdechant war und ist der zweite Prälat des Kölner Domes. Ursprünglich für die Zucht der Kanoniker zuständig, war er bereits im Jahrhundert der eigentliche Obere des Stifts. Vor seinem Gericht hatten sich auch die Diener zu verantworten. Nach dem Ausscheiden des Dompropstes trat er an den Kopf des Kapitels. Seine Aufgabe war die Leitung der Kapitelssitzungen und er musste, als einziger der adligen Domherren, die Priesterweihe besitzen.

Er war es auch, der die 25 Domvikarien vergab. Nach der Säkularisation wurde dem Erzbischof die Ernennung des Domdechant zugesprochen. Er ist für die Liturgie am Kölner Dom zuständig. Kardinal Johannes von Geissel erwirkte dem Domdechanten die Pontifikalien. Dies waren der Dechant, der Subdechant, der Chorbischof, der Scholaster, der Cellerarius, der Cantor, sowie Portenarius maior und minor.

Nach entfielen der Cellerarius, der Cantor und beiden Portenarii und an ihre Stelle traten der Thesaurar und der Capellarius. Der Scholaster war ursprünglich der Leiter der Stiftsschule. Die Beschlüsse des Kapitels wurden durch ihn verkündet, weshalb man ihn auch als "den Mund" des Domkapitels bezeichnete. Er war ursprünglich der Choraufseher und Singmeister. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Chorbischof, einem Landbischof ohne festen Sitz in der Frühkirche.

Der Thesaurar war der Verantwortliche für den Kirchenschatz und die Sakristei; deren Instandhaltung und das entsprechende Personal, vom Sakristan bis zum Glöckner, unterstanden ihm. Die späteren "Prälaturen" des Diaconus maior und des Diaconus minor wurden nicht vergeben, sondern fielen automatischem ältesten und jüngsten adligen Diakon zu. Ursprünglich mit 72 Kanonikern bestückt, sank die Zahl der Domherren im Hochmittelalter auf 24 ab, wozu noch jeweils ein Kanonikat für Papst und Kaiser kam.

Sie gehörten oftmals denselben Familien an und kamen ab dem Jahrhundert zumeist aus Süddeutschland. Der Volksmund bezeichnete sie als Domgrafen. Da sie häufig an mehreren Domkirchen bepfründet waren, waren sie häufig nicht anwesend, so dass sie in den Kapitelssitzungen den Priesterherren oftmals an Zahl unterlegen waren. Acht der Domherren gehörten dem niederen Adel oder dem Bürgertum an.

Um in das Kapitel aufgenommen zu werden, benötigten sie die Priesterweihe und einen akademischen Grad. Zumeist aus Köln oder dem Kölner Umland stammend, kamen auch sie häufig aus denselben Familien. Das Kapitel ergänzte sich selbst und vergab die freigewordenen Kanonikate durch Wahl. Eine Ausnahme bildeten lediglich die beiden Universitätskanonikate der Priesterherren, welche durch die Universität Köln besetzt wurden.